MAG-Schweißen Drahtvorschub

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BUMI
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MAG-Schweißen Drahtvorschub

Beitrag von BUMI »

Moin, eine Frage an diejenigen, die sich auch mit der Theorie des Mag-Verfahrens auskennen.
Vorab mein problem:
Ich besitze aus einem Konkurs ein Gerät Kempomat 250, das auf externen Drahtvorschub von Dinse umgerüstet wurde.
Es gibt keine Kopplung zwischen eingestellter Leerlaufspannung und eingestellter Vorschubgeschwindigkeit.
Die Vorschubgeschwindigkeit habe ich an drei verschiedenen Stellungen der Einstelleinrichtung gemessen. Im Diagramm gibt das eine Gerade. Die echte Vorschubgeschwindigkeit ist halb so groß wie die Angabe auf dem Einstellknopf.

Weiterhin habe ich im Internet nach Daten zu Schweißstrom und Drahtvorschub gesucht, bin aber außer einer Grafik zu Kurzlichtbogen, Langlichtbogen und Sprühlichtbogen nicht so richtig fündig geworden.
Aus der Grafik habe ich entnommen, dass 5 m/min und 20 Volt zusammenpassen können.
Damit arbeitet das Gerät auch mit kleinem Lichtbogen.

Mein Gerät hat 4 Schaltstufen zwischen 16,7 V und 32,5 V. Jede Schaltstufe ist in weitere 4 Stufen zu unterteilen.

Frage: Kann mir jemand sagen obb es zu jeder Schaltstufe eine passende Vorschubgeschwindigkeit gibt und wie ich die finden kann?
Bei Kemppi bin ich vor die wand gelaufen - das gerät sei 25 jahre alt und man wüsste nicht, was damit gemacht wurde...
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deutz93
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Re: MAG-Schweißen Drahtvorschub

Beitrag von deutz93 »

Hallo
Es gibt Fachliteratur mit Richtwert Tabellen. Mig Mag Maschinen werden im normalen Arbeits Alltag nach gehör und nach Gefühl eingestellt. Wenn ich mit einer unbekannten Maschine Schweißen soll mach ich erst mit Schrott ein paar Probe Nähte und lerne die Maschine kennen weil wie die Maschine am besten läuft.
Mfg. Max
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Re: MAG-Schweißen Drahtvorschub

Beitrag von motorenbau »

Hallo
deutz93 hat geschrieben: Do 4. Mär 2021, 19:46Mig Mag Maschinen werden im normalen Arbeits Alltag nach gehör und nach Gefühl eingestellt. Wenn ich mit einer unbekannten Maschine Schweißen soll mach ich erst mit Schrott ein paar Probe Nähte und lerne die Maschine kennen weil wie die Maschine am besten läuft.
So habe ich das auch mal gelernt. Wenn der Vorschub zu groß ist, dann spürt man, wie der Schweißdraht den Brenner "stupst". Bei zu geringem Vorschub schmilzt er schneller ab, als er nachgefördert wird, das hört und sieht man. Und zwischen drin muss man dann noch das Nahtbild angucken. --> Versuch macht kluch ...

Außerdem ist der Vorschub alleine auch nicht aussagekräftig, weil es ja unterschiedliche Drahtstärken gibt.


Gruß
Christian
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Re: MAG-Schweißen Drahtvorschub

Beitrag von BUMI »

Moin, so ähnlich wie von Euch vorgeschlagen habe ich das nun einige Jahre gemacht, bin aber mit dem Ergebnis nicht so richtig zufrieden. Bei dem von mir beschriebenen Einstellpunkt brennt der Lichtbogen stabil, auf einem 2mm Blech fällt die Naht auch nicht durch. Durch Probieren habe ich vorher so einen Punkt noch nie erreicht. Nun werde ich mich mal langsam nach oben und unten vorarbeiten.
Dank und Gruß, burgfried
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Re: MAG-Schweißen Drahtvorschub

Beitrag von DEUTZI »

Hallo zusammen,
an meinem Gerät habe ich zusätzlich eine Fernsteuerung für den Drahtvorschub angebaut. So kann ich beim Schweißen den Drahtvorschub mühelos nach/feinregulieren. Zu Beginn einer Naht geize ich etwas (mehr Wärme), auf der Strecke achte ich auf das Nahtaussehen, Einbrand etc. und zum Schluss gebe ich etwas mehr Draht und fülle damit das Schmelzbad etwas auf.
Mit einem Schalter kann ich das im Schweißgerät eingebaute Potentiometer wegschalten und auf das in einem kleinen Gehäuse untergebrachten Potentiometer anschalten. Das Fernsteuerpotentiometer hat die gleichen Werte, wie das eingebaute Poti. Am Schweißgerät habe ich einen kleinen Stecker angebracht und zu dem kleinen Gehäuse führen einige Meter Kabel. Funktioniert seit vielen Jahren super!!
Gruß von DEUTZi
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