Restauration Bossard Petrolmotor

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SwissEngines
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Meine Motoren: - R.Bossard, Genf, Petrolmotor mit Glührohrzündung, ca. 2 PS, Serienummer 2 und Baujahr 1895 (System Capitain)
- A. Schmid, Zürich, Wassermotor, Baujahr zwischen 1870 und 1875
- Müller & Vogel Typ R, 4-5 PS, St. Aubin (Schweiz), Baujahr 1912
- Müller & Vogel, Typ unbekannt, Baujahr 1909
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Re: Restauration Bossard Petrolmotor

Beitrag von SwissEngines »

Hallo zusammen,
Weiter gehts mit dem Bericht:
Teil 4:
Inzwischen habe ich den Wagen in Angriff genommen.
Ich habe die Obere Seite welche stark verschmutzt und verfärbt war fein säuberlich abgeschliffen und neu gesteichen.
Die Holzäder habe Ich vom Dreck befreit und mit Leinenöl eingerieben.
Dateianhänge
20191207_153313.jpg
20191207_153254.jpg
20191202_212144.jpg
20191202_200446.jpg
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SwissEngines
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Re: Restauration Bossard Petrolmotor

Beitrag von SwissEngines »

Des weiteren habe Ich am Ölauffanglech auf der Unterseite in der Mitte ein Rohr angeschweisst.
Darunter platziere ich dann während des Laufs einen kleinen Auffangbehälter, welchen ich dann von Zeit zu Zeit leeren kann.
20191207_153549.jpg
20191207_161755.jpg
Eigentlich sind alle Gewinde am Motor metrisch.
Eigentlich.
Aber ausgerechnet dort wo das Ölauffangblech befestigt wird, ist ein Zollgewinde im Motorblock:
20191207_161513.jpg
Also musste ich die Löcher auf Durchmesser 5,0 mm. Aufbohren, Ansenken und ein M6 Gewinde schneiden.
Welch ein Wunder: Trotz der schlechten Zugänglichkeit brach weder der Bohrer noch der Sacklochgewindeborer ab.z
Auch am Motorblock ging nichts kaputt.
20191207_154644.jpg
So konnte ich also das Ölauffangblech montieren, was dank des äusserst knappen Platzangebots ein fürchterliches Gefriemel werden sollte. Aber auch dies bekam ich hin.
20191207_170214.jpg
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SwissEngines
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Re: Restauration Bossard Petrolmotor

Beitrag von SwissEngines »

Dann noch die Position des Aublaufsrohrs ausmessen, auf dem Wagen angezeichnet und ein Loch von Durchmesser 60 mm. Gebohrt, den Motor nochmals angehoben, auf den Wagen gesetzt und festgeschraubt.
Der Dateianhang 20191207_154220.jpg existiert nicht mehr.
20191207_154220.jpg
Nun kann ich schon bald mit dem Zusammenbau beginnen und euch Teil 5 präsentieren.

MfG. Daniel
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lorenz
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Re: Restauration Bossard Petrolmotor

Beitrag von lorenz »

Hallo Daniel
vielen Dank für den tollen Bericht.
Glückwunsch zu dem schönen Motor.
viel Spaß damit.
Bin schon gespannt den Motor laufen zu sehen.
Mfg Lorenz

SwissEngines
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Re: Restauration Bossard Petrolmotor

Beitrag von SwissEngines »

Hallo zusammen,

Teil 5:
Ich habe inzwischen mit dem Zusammenbau begonnen.
Kolben + Pleuel:
20191208_144053.jpg
20191208_144101.jpg
20191208_170615.jpg
20191208_170625.jpg
Auf dem letzten Bild könnt ihr sehen das die einzelnen Segmente des Kolbens nummeriert sind.
Der Kolbenbolzen ist auf der einen Seite konisch und wird mit der Mutter in einen Passsitz gezogen.
Der Kolben ist in einem sehr guten Zustand, Ich habe ihn nur gereinigt und poliert.
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Re: Restauration Bossard Petrolmotor

Beitrag von SwissEngines »

Als nächstes habe Ich eine neue Zylinderkopfdichtung angefertigt sowie den Zylinderkopf und die Vorkammer in welcher das Petrol aufgeheizt und verdampft wird montiert.
20191209_233241.jpg
20191209_233252.jpg
20191209_233312.jpg
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Re: Restauration Bossard Petrolmotor

Beitrag von SwissEngines »

Am nächsten Abend habe ich das Auslassventil angebaut sowie mit der Reinigung und Einbau der Steuerteile begonnen.
20191212_230250.jpg
20191212_230329.jpg
20191212_230352.jpg
20191212_230421.jpg
Als nächstes werde Ich das Ölventil welches die Vorkammer mit Petrol versorgt in Angriff nehmen und die Steuerzeiten einstellen.

Freundliche Grüsse
Daniel
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Re: Restauration Bossard Petrolmotor

Beitrag von SwissEngines »

Hallo zusammen,

Teil 6:
Ich habe das Ölventil sowie den Tropföler gereinigt, poliert und wieder montiert.
20191214_114603.jpg
20191214_114703.jpg
Danach habe ich mich um die Einstellung der Steuerzeiten gekümmert, was alles andere als einfach werden sollte.
Denn der Motor hat keine separate Nockenwelle, das Exzenter welches das Auslassventil steuert sitzt direkt auf der Kurbelwelle. Das Auslassventil befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite von diesem Exzenter.
Quer durch das Kurbelgehäuse verläuft eine Welle an derer Enden sich auf der Seite des Steuernockens eine Gabel sitzt die die Exzentrische Bewegung des Steuernockens auf der Kurbelwelle für das Auslassventil abgreift und auf der anderen der Welle befindet sich eine Klinke die das Auslassventil betätigt.
Dadurch das sich die Steuernocke für das Auslassventil direkt auf der Kurbelwelle befindet, Arbeitet diese im Zweitaktverfahren. Daher öffnete sich das Auslassventil jede Halbe Umdrehung, einmal kurz vor dem Oberen Totpunkt und einmal kurz vor dem unteren Totpunkt.
Somit konnte der Motor zwar ein Gemisch aus Luft und Treibstoff ansaugen, dieses aber nie verdichten, da es sogleich wieder über das Auslassventil ausgestossen.
Etwas konnte noch nicht stimmen, bloss wo liegt der Fehler, was habe ich noch nicht richtig eingestellt?

Also sah ich mir den Mechanismus auf der Seite des Auslassventils genau an. Dort befindet sich ein Rädchen auf der Gewindestange welche vom Einlassventil her kommt. Das unterste Stück der Stösselstange des Auslassventil sitzt auf einem Bolzen, kann also eine Kippbewegung vollführen. Auf dieses bewegliche Stück der Stösselstange drückt von der der Klinke welches Sie ansteuert abgewandten Seite eine Blattfeder die am Motorblock befestigt ist dieses bewegliche Stück in Richtung der Klinke. Ist nun das Rädchen auf die richtige Position auf der Gewindestange gebracht, so öffnet die Klinke das Auslassventil wie gewünscht nur noch bei jeder zweiten Umdrehung.

Dabei kommt es allerdings auf weniger als einen Zehntelsmillimeter der Einstellung des Rädchens an. Jedes anziehen der Kontermutter verfälschte diese Einstellung wieder.
Ich verbrachte insgesamt ungefähr 5 Stunden damit diesen unglaublich diffizilen Mechanismus korrekt einzustellen.
Wer will kann sich das Ganze gerne am Objekt ansehen kommen, so lässt es sich einfacher erklären und verstehen.

Als nächstes folgt nun die Montage des Auspuffs, Kraftstofftank sowie das anfertigen der Kraftstoffleitungen.

MfG. Daniel
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Re: Restauration Bossard Petrolmotor

Beitrag von kopfgesteuert »

Hallo Admin,

vielleicht kannst du ja mal die Bilder in diesem Restaurationsbericht drehen - mir wird's da beim Betrachten immer schwindlig :D

Grüsse, Markus
Suche original Literatur für Benz & Cie Typ P, Deutz CM 112 + CM 114, Deutz MA 1 + MA 2 + MA 3, Deutz E 12/D, Japy 11 E + 12 E, Reform B0 und Lorenz Motoren wie bspw. Prospekte Kataloge Anleitungen Teilelisten usw. IGHM 198

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Re: Restauration Bossard Petrolmotor

Beitrag von SwissEngines »

Hallo zusammen,
Nach längerer Pause geht es nun weiter mit dem Bossard Motor.

Teil 7:

Inzwischen habe Ich das Podest für den Kühlwasserbehälter angefertigt und montiert, den Wasserbehälter und die Kühlwasserpumpe montiert, die Kühlwasserpumpe sowie alle Verschraubungen für die Wasserleitungen montiert.
Als nächstes werde ich die Messingrohre für die Wasserleitungen zuschneiden und Biegen.
[image]
20200216_153949.jpg
[/image]

Die original Dochtöler waren in schlechtem Zustand und wurden nachgebaut.

Der Kraftstofftank, die leider fehlende Herstellerplakette sowie das ebenfalls fehlende Ventil zur Steuerung der Ansaugluft sind in Arbeit.

MfG. Daniel
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