Deutz MAH

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schmierlappe
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Re: Deutz MAH

Beitrag von schmierlappe »

Hallo, ich habe ein MAH Prospekt von 1932, D4043/3. Da ist der MAH 611 auch mit dem Schwungrad mit dem großen Loch abgebildet und hat laut der Maßtabelle einen Durchmesser von 480. Allerdings ist der Kopf schon mit dem angegossenem Lagerbock ausgeführt.
Wahrscheinlich haben die Motore mit der 90mm Laufbuchse auch einen passenden Kopf dazu bekommen, weil die Vorkammer möglichst nah am Rand sitzen muß. Und der Kopf hat dann anscheinend den geschraubten Lagerbock vom MA511.
Möglicherweise hatte man schon viele Kolben und Köpfe für den MAH511 hergestellt und diese dann als Notlösung in die ersten MAH 611 eingebaut, nachdem klar war das der MAH511 so (aus irgendwelchen Gründen) nicht gebaut werden konnte.
Demnach müsste die 90mm Laufbuchse vom MA 511 in die MAH 511, 611 und 711 passen ??? Hat da jemand Erfahrungswerte?

Ich hätte vermutet das man versucht hat den MAH 511 mit dem gleichen Gehäuse wie den MA511 Benziner zu bauen und die Einspritzpumpe nach hinten geht wo normal die Zündung sitzt?

countryman
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Re: Deutz MAH

Beitrag von countryman »

Zufällig habe ich meinen MAH711 mit normaler 80er Bohrung (unten) dieser Tage genau so fotografiert wie Juppfred seinen Motor (oben). Daher stelle ich die Bilder mal zum Vergleich direkt untereinander. Zwar könnte oben die Wandstärke der Buchse etwas geringer sein aber 10 mm dürfte das nicht ausmachen ?.?

Vielleicht wurden bei einer Instandsetzung Teile "kreativ" angepasst und verwendet?

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Juppfred
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Re: Deutz MAH

Beitrag von Juppfred »

Sooo, die Anfrage bei Deutz ist raus. Habe noch einen interessanten Thread im Deutz Forum gefunden. Zylinderkopf und Wasserkasten mit Naht wie bei unserem.

https://www.deutzforum.de/index.php?thr ... r-typ-mah/

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atedeutzMA116
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Re: Deutz MAH

Beitrag von atedeutzMA116 »

hier noch bilder von mein 2 MAH611
und auch 2 verschiedene

der rostige diesel mah611 hat schwungradern ohne loch drin

und der grune ist ein versuch motor gewesen ist von diesel umgebaut auf gas [versuchs motor bei Shell]
der hat lochen in die schwungradern
und auch etwas grossere schwungradern :!: [spater habe ich diese grune farbe abgeholt]
Dateianhänge
ma611fgghfg.jpg
mah611 ma 611bvv.jpg
mah6111fgghg.jpg

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meisteradam
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Re: Deutz MAH

Beitrag von meisteradam »

Hallo :P

Wollte mich auch nochmal zu dem Thema melden.

Ich denke schmierlappe ist mit seinen Vermutungen auf dem richtigen Weg!
Wenn man mal in die Tabelle schaut, hat der MA511 ebenfalls einen Hub von 110mm. Da die Bohrung des MAH511 nicht bekannt ist und wir nun in dem ominösen Motor nachweißlich eine 90mm Bohrung wie im MA511 haben, könnte der Motor von Juppfred wirklich ein Überbleibsel aus der Probezeit des ersten Kleindiesels von Humboldt-Deutz sein.
Wenn wir mal die Maße annehmen, hätte der MAH511 wie der MA511 700ccm. Das sind ca. 25% mehr Hubraum als beim MAH611.
Es wurden bestimmt viele Versuche und Testläufe durchgeführt. Dabei könnte man zu dem Ergebnis gekommen sein, daß der Motor bei der Drehzahl von 1500 U/min möglicherweise sogar 7 oder mehr PS leistet.
Aber warum hat man schon sehr schnell auf die 5PS des MAH611 umgestellt?
Beim MAH611 ist der Wasserkasten vom Inhalt her, klein geblieben, was man bei dem einen PS mehr beim MAH711 schon geändert hat :!:
Das muß einen eindeutigen Grund gehabt haben!
Der Motor braucht bei der Drehzahl und dem höheren Hubraum auch mehr Kraftstoff. Dadurch ist die dabei entstehende und abzuführende Wärmeenergie auch höher :!:
Ich könnte mir vorstellen, daß der Motor bei Last unter 1500U/min nach recht kurzer Zeit anfängt zu kochen und zu häufig Wasser nagefüllt werden muß!
Das wäre in der Praxis wohl ungünstig gewesen.
An einer Mischmaschine für Beton beispielsweise hätte man dann ständig das Wasser kontrollieren und nachfüllen müssen.
Das erfordert einen sehr verantwortungsbewußten Maschinisten. Andernfalls wäre er sehr schnell den Hitzetod gestorben und kaputt gelaufen.

Meine Vermutung ist folgende:

Als man 1931 mit der Produktion des MAH511 begonnen hat, hat man bestimmt mehr als 5 Gehäuse gegossen. Diese sind durch die Überarbeitug des Typs zum MAH611 liegen geblieben.
Man hat es nicht über's Herz gebracht sie zu verschrotten.
Nun kommt das Ding mit dem französischen Händlerschild. :arrow:
Heute wissen wir wohl nicht mehr, was der Motor in Frankreich (mit welcher Drehzahl?) antreiben sollte/mußte.
Eventuell hat er eine niedrigere Drehzahl als 1500 U/min!??

Das müßte Juppfred im Lauf mal messen :arrow:

Falls er nur 1200 oder weniger Zündungen pro Minute macht, kommt er eventuell mit dem geringeren Wasserinhalt aus.
Dann hat man sich bei Humboldt-Deutz sehr gefreut und die alten Blöcke auf diese Weise noch verkaufen können.

Ich bin jetzt schon total gespannt was bei der Anfrage bei Deutz, konkret, an Informationen rauskommt.

MfG ;)
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Re: Deutz MAH

Beitrag von Quiesel »

Hallo zusammen,
Hier ist noch so ein Fall, mit dem geschraubten kipphebelbock.

https://www.deutzforum.de/index.php?thr ... post539606

Ich bin gespannt was dabei raus kommt!

Interessanter Motor auf alle Fälle :)

Gruß
Matze

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Re: Deutz MAH

Beitrag von MotorenMatze »

Also den geschraubt en Kipphebelbock gibt es öfters. So einen habe ich auch Zuhause aber mit 80mm Bohrung.

Gruß Mathias
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meisteradam
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Re: Deutz MAH

Beitrag von meisteradam »

Hallo :P

Mach den Kopf doch mal ab und schau mal ob die Vorkammer sich von den normalen Vorkammern unterscheidet.

MfG ;)
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Re: Deutz MAH

Beitrag von MotorenMatze »

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Re: Deutz MAH

Beitrag von Juppfred »

Soooo,
habe jetzt am Freitag eine freundliche, kurze und knappe Antwort von der Firma Deutz bekommen :)
Ich gehen nun auch von Schmierlappens Theorie aus.
Gruß Juppy
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