Kegel-Aufnahme Fräsmaschine welche Größe?

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jaki
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Kegel-Aufnahme Fräsmaschine welche Größe?

Beitrag von jaki » Di 30. Apr 2019, 11:32

Hallo,

Möchte eine alte Fräsmaschine der Wanderer Werke in Betrieb nehmen.

aber mit der größe der Kegel-Aufnahme komme ich nicht ganz klar...

der einzige Kegel der dabei war hat folgende Maße:
Länge ca. 106mm
durchmesser unten 27mm
durchmesser oben 23mm

am oberen dünnen Ende ein Innengewinde zur Sicherung wie üblich.

Aber mit der normalen Morse Kegel MK Tabelle passt der Kegel den ich hab nicht zusammen. irgendwo zwischen MK3 und MK4, aber eine Zwischengröße gibt es da ja nicht.

Was kann das also sein?

es gibt anscheinen auch Zöllige Kegelaufnahmen.
so z.B. nach Brown uns Sharpe größe 9. Das wären folgende Maße:
Länge 107,95mm
durchmesser unten 27,37mm
durchmesser oben 22,86mm

Aber das kann doch nicht sein an einer deutschen Maschine??

Habt ihr erfahrungen?
Wo kann ich passende Futter für Aufnahme von normalen Schaftfräsern bekommen mit diesem Kegel??

Gruß, Jakob
:mrgreen:

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Standuhr
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Re: Kegel-Aufnahme Fräsmaschine welche Größe?

Beitrag von Standuhr » Di 30. Apr 2019, 12:19

Hallo Jakob,
such mal nach Langkegelaufnahme! Die waren in den 20igern bis in die Nachkriegszeit üblich an Dreh und Fräsmaschinen. Habe eine Nachkriegsdrehmaschine Voest aus Ö,die hat z.B. eine Langkegelaufnahme L0.Mußt mal schauen ,gab es sicher in Zoll und metrisch,war im angelsächsischen weit verbreitet!!

Gruß Klaus

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Re: Kegel-Aufnahme Fräsmaschine welche Größe?

Beitrag von bolzendreher » Di 30. Apr 2019, 15:14

Hallo Jakob,

soweit ich weiß, wurden früher in D auch zöllige Schrauben verwendet.

Schau mal ob eine "normale" Schraube in das Einzugsgewinde passt, bzw. ob die Schraube in der Maschine in eine normale Mutter passt.

Viel Erfolg.

Grüße

Clemens

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Re: Kegel-Aufnahme Fräsmaschine welche Größe?

Beitrag von schmierlappe » Di 30. Apr 2019, 21:29

Hallo, ich habe eine sehr alte Wanderer, die hat MK4 Aufnahme. Der Vertikalkopf ist später drangekommen, der hat MK3. Wenn man damals eine andere Spindelaufnahme gewünscht hat, bekam man auch was anderes wie Morsekonus. Am besten mal einen Morsekonus ausleihen und probieren wie das passt, mit messen ist am Konus immer blöd. Schlimmstenfalls kann man den Spindelkonus auf MK oder SK umändern lassen oder eine feste Hülse einsetzen.
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Re: Kegel-Aufnahme Fräsmaschine welche Größe?

Beitrag von jaki » Fr 3. Mai 2019, 08:34

Danke für die Antworten!

Mein Konus scheint Zöllig zu sein, hat auch eine Zöllige Sicherungsschraube.

Aber wo bekommt man sowas?

Über "Langkegel" konnte ich leider nichts im Internet finden. Hast du vlt. einen Link?

Gruß, Jakob
:mrgreen:

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Re: Kegel-Aufnahme Fräsmaschine welche Größe?

Beitrag von schmierlappe » Sa 4. Mai 2019, 21:02

Ich hab ja auch schon viel Werkzeugaufnahmen gesucht, aber B u S Konen hab ich nie gefunden. Schuchard und Schütte Berlin hatte um 1910 das ganze Sortiment an Werkzeugmaschinen im Katalog, die meisten waren Amerikanisch mit Brown u Sharp Aufnahmen. Vor ca 20 Jahren war es unmöglich die einfachen Morse- Fräseraufnahmen zu bekommen, weil die Welt zwischenzeitlich auf Steilkegel umgestellt hat. Ich hatte mal bei einem führendem Hersteller Morseaufnahmen angefragt und irgendwas um 600 Euros genannt bekommen. So wird das mit den B u S Aufnahmen auch sein, bekommen kann man alles nur eben teuer. Die Morseaufnahmen sind jetzt wieder günstig zu bekommen weil die Chinesenmaschinen den Morsekonus haben und da auch die Aufnahmen herkommen.
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Re: Kegel-Aufnahme Fräsmaschine welche Größe?

Beitrag von Standuhr » Sa 4. Mai 2019, 22:07

Hallo Jakob,
wenn du schon heraus gefunden hast welche Zollaufnahme du hast ist das schon mal gut. Aber hier etwas von Zoll auf eventuell Morse zu bekommen ist Glückssache. Wenn die Maschine noch halbwegs in Ordnung ist ,nicht stark eingelaufen und noch eine gute Geometrie hat lohnt es sich sicher die Spindel zu modifizieren. Ist sie weich und hast du genug Material könntest du sie auf MK4 ausdrehen oder ,nobelmäßig ,ausschleifen lassen. Die Anzugsspindel kannst du dann nach DIN umbauen.
Wie Schmierlappe bereits schon geschrieben hat,mittlerweile bekommt man wieder fast alles was das Herz begehrt,für gute Preise und ausreichender Genauigkeit. Auch ich habe für alte Werkzeugmaschinen was übrig (3x Waagrechtfräsmaschine mit Riemenantrieb,2x Universalwerkzeugfräsmaschiene,3x Drehmaschine zwei mit Riemenantrieb ) und arbeite fast jeden Tag mit meiner komplett überarbeiteten Popella Drehmaschine Dresden . Mit der kann ich dank des kompletten Wechselrädersatz fast 70 verschiede Gewindesteigungen schneiden Zoll und metrisch,das kann keine moderne manuelle Maschine! Selbst wenn man eine so alte Maschinen hat kann man sich oft selbst helfen und was machen!!!
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Gruß Klaus

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Re: Kegel-Aufnahme Fräsmaschine welche Größe?

Beitrag von jaki » Mo 6. Mai 2019, 09:51

Werde dann wohl mal sehen dass ich selbst schnell einen Kegel drehe um die Fräse mal zu testen ob die was taugt. ansonsten werd ich den richtig professionellen Umbau auf MK oder Steilkegel bleiben lassen müssen...

Danke für die Tips und Hilfe!
:mrgreen:

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