Sendling D15 mit Acro-Luftspeicher

Hier können Sie nach Motordaten Fragen wenn der Typ und Hersteller bekannt ist

Moderatoren: MotorenMatze, meisteradam, Junkersonkel

mogzall
Beiträge: 8
Registriert: Mi 19. Sep 2018, 16:57
Meine Motoren: Sendling D7 oder D12

Sendling D15 mit Acro-Luftspeicher

Beitrag von mogzall » Sa 22. Sep 2018, 19:26

Hallo Gemeinde,

nachdem ich nun weiß, um was für einen Motor sich mein "Ausgrabungsstück" handelt, habe ich aber doch noch einige Fragen, da ich zum ersten Mal in meinem Leben mit einem solchen Motor konfrontiert bin.

deutz93 und meisteradam haben mir mit dem Hersteller und dem Typ bereits sehr geholfen. Irgendwo im Forum, ich finde die Stelle aber nicht wieder, habe ich gelesen, dass es jemanden gibt, der über Listen der Typen verfügt, mit deren Hilfe der Typ über die Befestigungsbohrungen bestimmt werden kann, ohne den Motor direkt zu zerlegen. Das habe ich zum Anlaß genommen, nachzumessen.

Das Bohrbild des Foodprints: 509 mm x 206 mm
Das Bohrbild der Zylinderkopfschrauben ist 100 mm x 123 mm
Durchmesser Schwungrad: 565 mm (eine Seite für Keilriemen, die andere Seite für Flachriemen), habe vergessen, die Breite zu messen :roll:

Über den Kurbelgehäusedeckel habe ich auf den Pleuel grob einen Hub von ca. 140 mm gemessen.

Das Typenschild ist nicht original (die alten Nieten des Originaltypenschilds sind noch vorhanden). Hierauf ist die Seriennummer 53725 vermerkt, allerdings ist auf dem Kurbelgehäuse die Nummer 35705 eingeschlagen, mit einem kleinen Zeichen dahiner, vielleicht ein "H", oder ein #, Initiale des Gießers? Wann wird das ungefähre Baujahr gewesen sein?

Der Ölstand: Ist es richtig, dass das Öl bis zur Kerbe am Peilstab stehen muss? Wiederum habe ich gelesen, SAE 30 unlegiert sei das korrekte Öl für Standdiesel. Ist dem so?

Danke im Voraus für Eure Hilfe!

Matthias
Dateianhänge
IMG_6920.jpeg
IMG_6920.jpeg (78.06 KiB) 1157 mal betrachtet
IMG_6916.jpeg
IMG_6916.jpeg (69.8 KiB) 1157 mal betrachtet
IMG_6886.jpeg
IMG_6886.jpeg (75.83 KiB) 1157 mal betrachtet
IMG_6884.jpeg
IMG_6884.jpeg (83.28 KiB) 1157 mal betrachtet
IMG_6882.jpeg
IMG_6882.jpeg (80.3 KiB) 1157 mal betrachtet

Benutzeravatar
Benny-Boxer
Beiträge: 855
Registriert: Di 26. Jun 2012, 12:04
Meine Motoren: GT124 mit 4KDV-Motor
1H65
Sendling WS 304
Deutz MA308
Deutz MA 608 mit Diamant D525 Kornmühle
Deutz MA 216, 416,
Deutz MAH 711 mit Generator
Lister D mit original Lister Wasserpumpe
Reform mit Naeher´s Pumpe Cemnitz
SICAM (BJ 1920)
Wohnort: Großenhain
Kontaktdaten:

Re: Sendling D15 mit Acro-Luftspeicher

Beitrag von Benny-Boxer » Mo 24. Sep 2018, 10:50

sieht mir ganz so aus als wenn das die selben Motoren sind :?: :roll:
DSC_5917.JPG
DSC_5917.JPG (83.09 KiB) 1053 mal betrachtet
gesehen auf dem Motorentreffen zur IGHM in Hamburg.
da sollte sich der Besitzer finden lassen ,zwecks Erfahrungsaustausch.

wer was weiß kann ja eine Info da lassen.

MfG B-B
Ein Schlag auf den Kopf, erhöht das Denkvermögen
aber löst auch so manche Schraube.


Die Pflege von technischen Kulturgut ist nicht das Aufbewahren der Asche, sondern das Weitertragen der Flamme

Benutzeravatar
motorenbau
Spezialist für Motorenbau / Motorenhersteller
Beiträge: 1364
Registriert: Di 2. Feb 2010, 22:12
Meine Motoren: Junkers 2HK65
Sendling SG
Sendling MS II
Sendling WS308 (2 Stück)
Sendling D12
Ebbs & Radinger G
Renauer RAX R
HMG Glühkopf 6PS
CL Conord C.11
Pineau&Ragot Type A
Deutz MAH711 Pumpenaggregat
Farymann ER
Holder Piccolo mit Sachs Stamo 6
Sachs Stamo 160
und diverse Landmaschinen und Traktoren
Wohnort: Wolfegg
Kontaktdaten:

Re: Sendling D15 mit Acro-Luftspeicher

Beitrag von motorenbau » Mo 24. Sep 2018, 13:58

mogzall hat geschrieben:Das Typenschild ist nicht original (die alten Nieten des Originaltypenschilds sind noch vorhanden). Hierauf ist die Seriennummer 53725 vermerkt, allerdings ist auf dem Kurbelgehäuse die Nummer 35705 eingeschlagen, mit einem kleinen Zeichen dahiner, vielleicht ein "H", oder ein #, Initiale des Gießers?
Wo ist denn die Nummer eingeschlagen? Hinten, über dem Kurbelgehäuse-Deckel? 35705 wäre Baujahr ca. 1935, 53725 ca. 1943, dazu passt aber die Lage der Einspritzdüse nicht. Motoren mit Nummern in dieser Gegend hatten die Einspritzdüse auf der anderen Seite des Zylinderkopfes.

Gruß
Christian
http://www.motorenbau.eu
Mitglied M033 in der Interessengemeinschaft historische Motoren Deutschland (IG-HM)

Benutzeravatar
motorenbau
Spezialist für Motorenbau / Motorenhersteller
Beiträge: 1364
Registriert: Di 2. Feb 2010, 22:12
Meine Motoren: Junkers 2HK65
Sendling SG
Sendling MS II
Sendling WS308 (2 Stück)
Sendling D12
Ebbs & Radinger G
Renauer RAX R
HMG Glühkopf 6PS
CL Conord C.11
Pineau&Ragot Type A
Deutz MAH711 Pumpenaggregat
Farymann ER
Holder Piccolo mit Sachs Stamo 6
Sachs Stamo 160
und diverse Landmaschinen und Traktoren
Wohnort: Wolfegg
Kontaktdaten:

Re: Sendling D15 mit Acro-Luftspeicher

Beitrag von motorenbau » Mo 24. Sep 2018, 14:17

mogzall hat geschrieben:Irgendwo im Forum, ich finde die Stelle aber nicht wieder, habe ich gelesen, dass es jemanden gibt, der über Listen der Typen verfügt, mit deren Hilfe der Typ über die Befestigungsbohrungen bestimmt werden kann, ohne den Motor direkt zu zerlegen. Das habe ich zum Anlaß genommen, nachzumessen.

Das Bohrbild des Foodprints: 509 mm x 206 mm
Das Bohrbild der Zylinderkopfschrauben ist 100 mm x 123 mm
Durchmesser Schwungrad: 565 mm (eine Seite für Keilriemen, die andere Seite für Flachriemen), habe vergessen, die Breite zu messen :roll:
Der Jemand war ich. Leider passt das Bohrbild zu keinem der Typen in meiner Maßtabelle, aber das muss erstmal nichts heißen. Die Tabelle ist vermutlich um 1940 und Sendling hatte die schlechte Angewohnheit, die Motoren ständig in Deteils zu verändern, ohne dass sich die Typenbezeichnung änderte. Am ehesten passen die Maße vom D12, den es zum Zeitpunkt der Motornummer 35705 noch garnicht gegeben hat.

Gruß
Christian
http://www.motorenbau.eu
Mitglied M033 in der Interessengemeinschaft historische Motoren Deutschland (IG-HM)

mogzall
Beiträge: 8
Registriert: Mi 19. Sep 2018, 16:57
Meine Motoren: Sendling D7 oder D12

Re: Sendling D15 mit Acro-Luftspeicher

Beitrag von mogzall » Mo 24. Sep 2018, 21:39

Die Nummer 35705 ist an der abgeschrägten Kante oberhalb des Kurbelgehäusedeckels eingeschlagen. Die Nummer 53725 steht auf dem "Pseudo"-Typenschild.

Das ist ja schon wieder verwirrend. Ähnlich, wie bei meinem Landrover. Ich fahre einen Linkslenker Diesel und die Fahrgestellnummer ist von einen Rechtslenker Benziner :?
Dateianhänge
IMG_6917.jpeg
IMG_6917.jpeg (94.04 KiB) 1006 mal betrachtet
IMG_6898.jpeg
IMG_6898.jpeg (111.05 KiB) 1006 mal betrachtet

Benutzeravatar
motorenbau
Spezialist für Motorenbau / Motorenhersteller
Beiträge: 1364
Registriert: Di 2. Feb 2010, 22:12
Meine Motoren: Junkers 2HK65
Sendling SG
Sendling MS II
Sendling WS308 (2 Stück)
Sendling D12
Ebbs & Radinger G
Renauer RAX R
HMG Glühkopf 6PS
CL Conord C.11
Pineau&Ragot Type A
Deutz MAH711 Pumpenaggregat
Farymann ER
Holder Piccolo mit Sachs Stamo 6
Sachs Stamo 160
und diverse Landmaschinen und Traktoren
Wohnort: Wolfegg
Kontaktdaten:

Re: Sendling D15 mit Acro-Luftspeicher

Beitrag von motorenbau » Di 25. Sep 2018, 09:15

Hallo

Die 35705 ist definitiv die Motornummer. Sie passt auch zur Ausführung des Motors.

Gruß
Christian
http://www.motorenbau.eu
Mitglied M033 in der Interessengemeinschaft historische Motoren Deutschland (IG-HM)

mogzall
Beiträge: 8
Registriert: Mi 19. Sep 2018, 16:57
Meine Motoren: Sendling D7 oder D12

Re: Sendling D15 mit Acro-Luftspeicher

Beitrag von mogzall » Di 25. Sep 2018, 10:56

O.K. an dieser Stelle erstmal vielen Dank so weit.

Mit dem Typ 15 kommt es dann wohl so nicht hin. Gut, das Typenschild ist nicht mehr original. Wenn auf dem Schild der Typ eingeschlagen sein sollte, sollte er sich rechts neben dem Feld "Typ" verstecken. Ich versuche mal aus dem Schild etwas mehr herauszuholen. Der Typ D12 macht an Hand der Maße und der Bauform dann am meisten Sinn. Wofür die 15 dann steht? Dazu erschließt sich mir dann kein Bezug, noch nicht.

Bleibt die Ölfrage: Ist es richtig, dass das Öl bis zur Kerbe am Peilstab stehen muss? Wiederum habe ich gelesen, SAE 30 unlegiert sei das korrekte Öl für Standdiesel. Ist dem so?

Grüße

Matthias
Dateianhänge
IMG_6916.jpeg
IMG_6916.jpeg (69.8 KiB) 971 mal betrachtet

Benutzeravatar
motorenbau
Spezialist für Motorenbau / Motorenhersteller
Beiträge: 1364
Registriert: Di 2. Feb 2010, 22:12
Meine Motoren: Junkers 2HK65
Sendling SG
Sendling MS II
Sendling WS308 (2 Stück)
Sendling D12
Ebbs & Radinger G
Renauer RAX R
HMG Glühkopf 6PS
CL Conord C.11
Pineau&Ragot Type A
Deutz MAH711 Pumpenaggregat
Farymann ER
Holder Piccolo mit Sachs Stamo 6
Sachs Stamo 160
und diverse Landmaschinen und Traktoren
Wohnort: Wolfegg
Kontaktdaten:

Re: Sendling D15 mit Acro-Luftspeicher

Beitrag von motorenbau » Di 25. Sep 2018, 15:06

Hallo

Ich hätte jetzt eher auf einen D20 getippt:
Sendling_Diesel_1935.jpg
Sendling-Dieselmotoren ca. 1935
Sendling_Diesel_1935.jpg (12.42 KiB) 952 mal betrachtet
Gruß
Christian
http://www.motorenbau.eu
Mitglied M033 in der Interessengemeinschaft historische Motoren Deutschland (IG-HM)

wolfgangmarek
Beiträge: 643
Registriert: So 2. Okt 2011, 10:35
Meine Motoren: henschel 6zyl-white 6zyl--sendling d7- güldner gk6 -5xfarymann- -stuart marine mit pumpe- wolseley auf gas-lister mit listerpumpe- gas--deutz ma608 glührohr- gas --deutz ma 608 vögele glührohr -gas--bernard w2 -gas--lister junior - benzin-mit speisepumpe--güldner lka mit 12 volt generator-- alte e-motoren- generator -- 4 sachs und ilo--barkas el 150-- witte engine-- 3 briggs und straton -- bernard 2ps-- gangharda-- deutz mah 916-- jenbacher kompressor bis jetzt-- einige siehe: you tube :wolfgang marek

Re: Sendling D15 mit Acro-Luftspeicher

Beitrag von wolfgangmarek » Di 25. Sep 2018, 17:40

Grüss Gott, top Fund- aber dich hätte es schon stutzig machen müssen, Cosinuns - auf dem Typenschild, die Typenschilder sind auf Elektromotoren- Gruss Wolfgang

mogzall
Beiträge: 8
Registriert: Mi 19. Sep 2018, 16:57
Meine Motoren: Sendling D7 oder D12

Re: Sendling D15 mit Acro-Luftspeicher

Beitrag von mogzall » Di 25. Sep 2018, 17:44

Hallo Wolfgang,

ja, das habe ich schon gesehen. Das originale Typenschild war wahrscheinlich von dem Hebel so stark beschädigt, das einfach irgendwas drangenietet wurde. Eigentlich gehört es an einen Geno.

Dieses Schild ist ja auch fratze. Bin froh, das überhaupt irgendwas dran ist :roll:

Grüße

Matthias

Antworten