Nochmal für die Elektrokenner - Generator

Hier kommen die Probleme mit den Motoren rein

Moderatoren: MotorenMatze, meisteradam, Junkersonkel

wollitell1704
Beiträge: 178
Registriert: Fr 22. Jan 2010, 20:20
Meine Motoren: Deutz MAH914 Ein-Rad
Deutz F2M414 Stationäre Ausführung mit Kühler
Güldner GK
Conord F1
Farymann als Schnittmodell
Bernard D1

Re: Nochmal für die Elektrokenner - Generator

Beitrag von wollitell1704 » Do 21. Feb 2019, 22:03

Wenn Du auf Seite 3 der Anleitung schaust, dann siehst Du dass dort ein Poti angeklemmt ist zur Feinabstimmung. Wenn de bei Dir fehlt, dann solltest Du für den ersten versuch auf jeden Fall dort eine Brücke einbauen. Meiner hat auch keinen und dort ne Brücke. Nachsehen kann ich leider nicht weil er weiter weg steht.
Als ich meinen bekommen habe, habe ich als allererstes die Kohlebürsten kontrolliert. Sie müssen sehr leichtgängig in ihrer Fassung sitzen und an die Kollektoren gedrückt werden. Kollektoren ist auch so ein Punkt. Blitzeblank und goldig, sonst fehlt da auch die Leistung. War bei mir auch das A und O!
Drehzahl 1500, ne?
Zu guter Letzt kannst Du auch mal die Kondensatoren an den Bürsten abklemmen. Das sind so silberne Becher. Sie dienen der Funkentstörung an Bürsten. Dann stört das Radio in der Küche mal ein bisschen. Das ist definitiv kein Dauerzustand weil es auch auf Lebensdauer der Bürsten geht!
Du kannst ihn auch mal laufen lassen und gaaaaanz vorsichtig die Bürsten andrücken. Aber das auf jeden Fall mit einem isolierten VDE-Schraubendreher und VORSICHT!!! das ist Netzspannung und da ist KEIN Schutzschalter in der Nähe.
Ich bin von Beruf Elektrikermeister, also ich weiß da schon mit umzugehen.
wenn Du Dir bei irgendwas nicht 100% sicher bist... Lass es!

wollitell1704
Beiträge: 178
Registriert: Fr 22. Jan 2010, 20:20
Meine Motoren: Deutz MAH914 Ein-Rad
Deutz F2M414 Stationäre Ausführung mit Kühler
Güldner GK
Conord F1
Farymann als Schnittmodell
Bernard D1

Re: Nochmal für die Elektrokenner - Generator

Beitrag von wollitell1704 » Do 21. Feb 2019, 22:06

Ach ja, der ist selbsterregend und regelnd. Man kann falls Restmagnetismus die mit einer 12 V Batterie aufwecken. Normalerweise braucht man das aber nicht. Steht auch irgendwo in der Anleitung. War bei meinem nach 20 Jahren Stillstand aber auch nicht nötig. Selbst wenn brauchst Du die nicht lange anliegen lassen, nur ein kurzer "Stoß".

Ich tippe auf Kollektor...

wolfgangmarek
Beiträge: 642
Registriert: So 2. Okt 2011, 10:35
Meine Motoren: henschel 6zyl-white 6zyl--sendling d7- güldner gk6 -5xfarymann- -stuart marine mit pumpe- wolseley auf gas-lister mit listerpumpe- gas--deutz ma608 glührohr- gas --deutz ma 608 vögele glührohr -gas--bernard w2 -gas--lister junior - benzin-mit speisepumpe--güldner lka mit 12 volt generator-- alte e-motoren- generator -- 4 sachs und ilo--barkas el 150-- witte engine-- 3 briggs und straton -- bernard 2ps-- gangharda-- deutz mah 916-- jenbacher kompressor bis jetzt-- einige siehe: you tube :wolfgang marek

Re: Nochmal für die Elektrokenner - Generator

Beitrag von wolfgangmarek » Fr 22. Feb 2019, 06:43

Grüss Gott, soweit ich weiss, soll man den Kollektor nicht wieder blank putzen, wenn er leicht schwarz ist, ist das ein Zeichen, dass die Oberfläche jetzt härter ist und die Kohlen schont-also ich handhabe es so: Kollektor nach Beschädigungen mit Lupe begutachten- mit einer Zahnbürste reinigen und abblasen- Kollektor mit Säge bearbeiten kann ich aber auch nicht- ich lasse mich aber gerne eines bessern Belehren, denn man lernt nie aus... Gruss Wolfgang

ackerschiene
Beiträge: 501
Registriert: Do 18. Jun 2009, 05:48
Meine Motoren: Farymann LG 11 und 14 PS, BMW 404 Boxer-Stromaggregat
Stromaggregat mit Deutz A3L514
Wohnort: NRW, Siegerland

Re: Nochmal für die Elektrokenner - Generator

Beitrag von ackerschiene » Fr 22. Feb 2019, 13:01

Danke euch, Richtung Kollektor werde ich mal schauen.
Interessant war, dass bei den allerersten Versuchen mit einer (wie sich nachher herausstellte defekten) Motorradbatterie -ohne zwischengeschaltete Glühlampe- sogar 250 (L zu 0) und 450 L zu L gemessen werden konnten, aber bei Abnahme der Kabel sofort abfiel. Mittlerweile schaffe ich -mit Glühbirne, jetzt ist gerade eine Bilux 35 W drin, vorher war es H4 - nur noch die max. 38 Volt.

Also gut, Kollektor prüfen und die Brücke einsetzen ? Oder kann es auch so gedacht gewesen sein, dass man die beiden Kabel zum Vorerregen durch die Batterie benutzt, dann abnimmt und blitzschnell miteinander verbindet ? Dann hätte man die Brücke ja wieder.

Ich bin froh, dass wenigstens ihr euch auskennt :idea:

Gruß, Uwe
Wenn man einen Deutschen mit ein paar Konservendosen in den Urwald jagt, kommt er mit einer Lokomotive wieder heraus...
Ephraim Kishon

wollitell1704
Beiträge: 178
Registriert: Fr 22. Jan 2010, 20:20
Meine Motoren: Deutz MAH914 Ein-Rad
Deutz F2M414 Stationäre Ausführung mit Kühler
Güldner GK
Conord F1
Farymann als Schnittmodell
Bernard D1

Re: Nochmal für die Elektrokenner - Generator

Beitrag von wollitell1704 » Fr 22. Feb 2019, 15:07

Nee nee... wo gehen die beiden schwarzen kabel denn im Moment hin? Da gehört ein Potentiometer, also ein großer veränderlicher Widerstand dran, wenn man denn feinjustieren möchte. Wenn die momentan ins Nichts verlaufen, abklemmen und Brücke rein.
Bei dem Kollektor, wenn er angelaufen ist muss man unterscheiden. Oxidiert (schwarz) heißt kein Kontakt, also reinigen. Am besten mit ganz feinem Schmirgel polieren so dass keine Riefen entstehen. Wenn er dunkelgoldig ist lass ihn so, dann hat mein Vorredner Recht, das wäre gut. Ausblasen kann schief gehen, je nachdem wo der Dreck sich in welche Dichtung drückt. Wenn möglich eher aussaugen und mit Pinsel reinigen.
Also: Schauen wo die beiden schwarzen Kabel hingehen und ggf. einfach abklemmen und Brücke rein. Erregen mit Batterie würde ich erstmal lassen und irgendwas ganz schnell dann zusammenklemmen wird nie was bringen.
Dann Kollektoren und Kohlen reinigen und die Kondensatoren abklemmen.

ackerschiene
Beiträge: 501
Registriert: Do 18. Jun 2009, 05:48
Meine Motoren: Farymann LG 11 und 14 PS, BMW 404 Boxer-Stromaggregat
Stromaggregat mit Deutz A3L514
Wohnort: NRW, Siegerland

Re: Nochmal für die Elektrokenner - Generator

Beitrag von ackerschiene » Fr 22. Feb 2019, 18:45

Es ist schön, dass man nicht ganz so hilflos dasteht, wenn man mal keine Ahnung hat und ihr einem helft !

Ich habe die beiden zusätzlichen Kabel einfach als Brücke zusammengeklemmt, Motor an:
Volle Spannung da !
Das fehlende Brückenteil hatte man freundlicherweise links daneben zusätzlich mit aufgeschraubt, es konnte also sofoert ersetzt werden.
Vielen Dank !
Strom ist auch da, nicht nur Spannung, habe mir nämlich eine 2,5 er Kupferbrücke in meinem schönen neuen Sicherungskasten verdampft, den ich dann eben noch schnell angeschlossen hatte, im Leeerlauf alles ok, Drehzahl langsam erhöht, es machte "Puff", eine Steckdosenklappe öffnete sich kurz und weißer Qualm trat aus. Sah lustig aus, fühlte sich aber irgendwie nicht so lustig an... da muss ich wohl noch mal in Ruhe dran oder ich lasse es einen Fachmann machen, dabei habe ich so schöne Sachen wie drei kombinierte Volt-/Amperemeter für die drei Phasen, sowie ein Voltmeter Phase gegen Phase und eine Frequenzanzeige, es gab da vom Chinamann so günstige kleine runde Teile, die so gut in einen Sicherungskassen passen.
Aber irgendwas habe ich wohl falsch angeschlossen.
Der Kasten hat eine 32 A Dose, eine 16 A und zwei Schukodosen. Verdampft ist die Brücke die ich von Phase W auf die 220 V Schukodose gelegt hatte. Warum auch immer.
Strom ist halt Strom und kein Spaß.
Aber nochmal vielen Dank an euch, das war super !
Gruß, Uwe
Wenn man einen Deutschen mit ein paar Konservendosen in den Urwald jagt, kommt er mit einer Lokomotive wieder heraus...
Ephraim Kishon

wollitell1704
Beiträge: 178
Registriert: Fr 22. Jan 2010, 20:20
Meine Motoren: Deutz MAH914 Ein-Rad
Deutz F2M414 Stationäre Ausführung mit Kühler
Güldner GK
Conord F1
Farymann als Schnittmodell
Bernard D1

Re: Nochmal für die Elektrokenner - Generator

Beitrag von wollitell1704 » Fr 22. Feb 2019, 19:20

Es ist schön zu lesen dass wieder ein altes Gerät (in diesem Fall elektrisch) wieder seinen Dienst tut.
Kleine Anmerkung noch. Unser Netz hat bekanntlich 50 Hertz. Also kurz gesagt die Spannung wechselt 50 mal in der Sekunde ihre Polarität. Für viele Geräte ist das sehr wichtig, seien es elektronische Netzteile, oder auch Drehstrommotoren. Wenn man das mal ausrechnet und ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, bedeuten 50 Herz eine Drehzahl vom Motor oder Generator von 3000 U/min. Durch unterschiedliche Wicklung des Motors oder Generators lässt sich das beeinflussen. Die nächste Stufe ist 1500, und das wird auch für Deinen Generator zutreffen. Wenn Du also Netzspannung haben willst, muss der Motor davor den Generator auf 1500 Umdrehungen bringen. Das hat nichts mit Leistung oder Spannung oder sowas zu tun. Die Drehzahl beim Wechselstrom bestimmt grundsätzlich nur die Frequenz. Mehr Drehzahl gleich mehr Leistung trifft nur beim Gleichstrom zu!
Bei größerer Belastung des Netzes, oder eben Deines Generators, wird dieser quasi gebremst, bedeutet er läuft schwerer und wenn es ganz haarig wird geht er mit der Drehzahl und dann auch mit der Frequenz runter. Das Schaukelt sich dann solange hin bis alles zusammenbricht.

Kleine Anekdote: das passiert momentan in unserem Stromnetz! Dank der immer schwieriger werdenden Regelbarkeit der Energiequellen (Wind, Photovoltaik,...) schwankt seit einigen Jahren die Frequenz in unserem Netz ein wenig. Sie beträgt nicht immer 50 Hertz sondern zwischendurch darunter. Nicht weiter schlimm für die meisten Geräte, aber vielen eurer Frauen ist es an der Mikrowelle oder dem Herd aufgefallen. Die uhr stimmt nämlich immer öfter mal nicht mehr. Elektronsiche Netzgebundene Uhren die keine Funkuhren oder Batteriegepuffert sind zählen nämlich einfach die Frequenz. 50 mal gewechselt, eine Sekunde weiter. Und wenn nun 50 Wechsel nicht mehr in einer Sekunde stattfinden sondern 1,01, dann stimmt irgendwann die Uhr nicht mehr...

Was ich hauptsächlich sagen will... halte Deine Drehzahl einigermaßen kontant bei 1500, damit Du keine angeschlossenen Geräte himmelst. Und... nicht persönlich nehmen... lass das nen Elektriker anklemmen und investiere in diverse Schutzschalter. Ich habe aus einem F2M414 und einem Schleifringläufermotor einen Generator gebaut. Alles schön alt und historisch. Im verborgenen arbeitet eine neue Isolationsüberwachung und ein Fehlerstromschutzschalter. Aktueller Standard. Damit ist sichergestellt, dass da irgendwas abschaltet wenn da ein Mensch dranhängt. Horrorszenario: Auf einem Treffen packt ein Kind mal versehentlich in die Glühbirnenfassung. Bis Dein Motor dann zum Stillstand gekommen ist (sofern Du es sofort bemerkst) wird jeder Besucher sehen was früher auf einem elektrischen Stuhl passiert ist. Und glaub mir, danach hast Du kein Spaß mehr am Leben, und schon gar nicht mehr an diesem Deinen schönen alten Generator!

ackerschiene
Beiträge: 501
Registriert: Do 18. Jun 2009, 05:48
Meine Motoren: Farymann LG 11 und 14 PS, BMW 404 Boxer-Stromaggregat
Stromaggregat mit Deutz A3L514
Wohnort: NRW, Siegerland

Re: Nochmal für die Elektrokenner - Generator

Beitrag von ackerschiene » Fr 22. Feb 2019, 19:42

Dass das im Moment bei uns passiert, ist ja gerade der Grund, warum ich ein Aggregat haben wollte. Die Energiewende wird Folgen haben, die über Frequenzschwankungen hinausgehen, die man aber derzeit noch nicht absehen kann.
Genau, mein Aggregat läuft mit 1500 U/min. Die Drehzahl kann ich mit meinem Sirometer recht genau ermitteln.
Der Generator, so sagt die "AvK-Fibel" ist in der Lage, innerhalb von Sekundenbruchteilen seine Spannung je nach Belastung nachzuregeln, also Spannung: "Check"
Die Frequenz hängt von der Drehzahl ab, das wußte ich. Jetzt hat mein Aggregat einen A3l514 Motor von Deutz mit 4l Hubraum und gedrosselten 37,5 PS, für einen Generator von 17,25 kVa (x 0,8) , also 13,8 kW. Ich dachte erst, das wäre vom Motor her massiv übertrieben, für die Frequenzstabilität dürfte es allerdings zuträglich sein, oder ?
Also Frequenz: Auch "Check" ?

Im Leerlauf des Motors bringt das Aggregat so etwa 20 Volt und auch der Strom dürfte nicht so "dolle" sein, natürlich kommt die volle Leistung aber erst bei gewisser Drehzahl.
Erst oberhalb vom Leerlauf hat es dann die Leitungsbrücke verdampft. Ist ja auch klar.

Ich werde mir einen Fachmann suchen, da hast Du schon recht.
Nochmal vielen Dank

Gruß, Uwe
Wenn man einen Deutschen mit ein paar Konservendosen in den Urwald jagt, kommt er mit einer Lokomotive wieder heraus...
Ephraim Kishon

wollitell1704
Beiträge: 178
Registriert: Fr 22. Jan 2010, 20:20
Meine Motoren: Deutz MAH914 Ein-Rad
Deutz F2M414 Stationäre Ausführung mit Kühler
Güldner GK
Conord F1
Farymann als Schnittmodell
Bernard D1

Re: Nochmal für die Elektrokenner - Generator

Beitrag von wollitell1704 » Fr 22. Feb 2019, 21:12

Sicher, im Leerlauf fehlt natürlich nicht nur die Frequenz, sonder vermutlich auch die Spannung der Erregermaschine, das ist ja wenn man so will nur ein Gleichstromgenerator / Dynamo...
Na auf jeden Fall bin ich beruhigt, dass Du das genauso siehst. Im Übrigen, unser AvK hat den gleichen Motor davor, nur dass unser auf / in einem Anhänger verbaut ist.

Ob es wirklich soweit kommt, dass mal ganz der Strom weg ist? Ich glaube nicht, oder wenn dann nur kurzzeitig. In Indien haben sie etwa 10 mal die Woche für ein paar Minuten keinen Strom. Ist normal da und da leben und überleben die Menschen auch gut.

ackerschiene
Beiträge: 501
Registriert: Do 18. Jun 2009, 05:48
Meine Motoren: Farymann LG 11 und 14 PS, BMW 404 Boxer-Stromaggregat
Stromaggregat mit Deutz A3L514
Wohnort: NRW, Siegerland

Re: Nochmal für die Elektrokenner - Generator

Beitrag von ackerschiene » Fr 22. Feb 2019, 22:16

Ok, ich will das Thema gar nicht vertiefen, mit Indien möchte ich auch nicht in die Vergleichskiste, die baden auch im Ganges, dessen Wasser als Biowaffe geeignet wäre und essen Dinge, die den Mitteleuropäer glattweg umbringen... :roll: .
Aber ich finde den Gedanken schön, im Falle des Falles das einzige Haus in der Stadt zu sein, in dem abends noch das Licht brennt, weil sonst keiner Strom hat.
Wir hatten das doch auch schon mal, als im Münsterland die Strommasten umgeknickt waren, jetzt die Tage noch in Berlin wg. beschädigter Leitungen, usw.
Und einen guten alten Deutz um sich zu haben und zu hören ist auch schon Genuß genug.

Gruß, Uwe
Wenn man einen Deutschen mit ein paar Konservendosen in den Urwald jagt, kommt er mit einer Lokomotive wieder heraus...
Ephraim Kishon

Antworten