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Sachs KM3 Zündanlage

Verfasst: Do 1. Nov 2018, 23:12
von arffm
Heute mal die Zündanlage vom Rasenmäher-Wankel angeschaut...was ein Billig-Plunder!

Unterbrecher aus Hartpapier:
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Ducati-Zündanker mit eingegossenem Kondensator:
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Da muß es Sachs schon ziemlich schlecht gegangen sein....

Vorteil: Diese Teile sind nicht auffindbar.
So einen Unterbrecher gibts einfach nicht.

In so einen Motor gehört eine vernünftige Kondensatorzündung (CDI).

Gruß
Arthur

Re: Sachs KM3 Zündanlage

Verfasst: Fr 2. Nov 2018, 06:41
von Henning
Willst du die Zündung unbedingt auf CDI umrüsten ?? , oder würde es helfen neue Kontakte zu bekommen ??
Hätte da noch ne Adresse, wo man wirklich fast alles an Kontakten bekommt, habe in auf der Bremen Classic getroffen.

Re: Sachs KM3 Zündanlage

Verfasst: Fr 2. Nov 2018, 07:49
von holm
Arthur abgesehen davon das das aus meiner Sicht "fischig" aussieht, es sollte so lange die Spule überlebt hat doch funktionieren. Der Unterbrecher sieht auch nicht "fertig" aus. Welche Drehzahlen erreicht den der Motor üblicherweise und was macht die Zündung jetzt..gar nix?

Gruß,

Holm

Re: Sachs KM3 Zündanlage

Verfasst: Fr 2. Nov 2018, 08:03
von holm
..noch Was..der Unterbrecher ist nicht aus Hartpapier, sondern aus Hartgewebe, also Baumwolle und Phenolharz. Das Zeug ist an und für sich recht ernst zu nehmen, in der DDR wurden daraus teilweise Zahnräder von Getrieben gefräst ..und die haben auch gehalten.
Was mir aber angesichts meiner Fragerei im Nachbarthread auffällt, ist die völlige Abwesenheit eines Schmierfilzes am Unterbrechernocken und der Nocken sieht auch prompt korrodiert aus. Muß das in westlicher Hightech so sein?

Gruß,

Holm

Re: Sachs KM3 Zündanlage

Verfasst: Fr 2. Nov 2018, 10:01
von deutz93
Hallo
Ich würde die original Zündung eingebaut lassen wenn die noch funktioniert. Und die originale Magnetzündung ist Reparatur freundlicher und robuster wie eine Elektronische Zündung. In Flugzeugen mit Kolbenmotor ist die gute alte Magnetzündung heute immer noch im Einsatz.
Mfg.Max

Re: Sachs KM3 Zündanlage

Verfasst: Fr 2. Nov 2018, 11:44
von arffm
So, nach Demontage und Reinigung der Kontakte mit Teslanol und Lappen scheint alles wieder ok. Hartgewebe ist richtig, danke Holm. Hatte ich bisher noch bei keinem Sachsmotor gesehen. Den Kondensator kann man halt nicht separat testen, höchstens die Parallelresonanzfrequenz aus Spule und Kondensator ermitteln. Laut Ducati-Patentschrift ist das alles viel haltbarer und billiger als die konventionelle Bauweise (EP0376948). Ansonsten ja Sachs-Lowtech - Rost überall, auch am Nocken, der Teil der Exzenterwelle ist - ich habe den Eindruck das mußte billig sein um jeden Preis - kein Wunder daß die Dinger verrufen sind. Auf einer Seite des Kolbens sind gar keine Dichtstreifen, der läuft glatt auf dem Seitenteil. Manchmal springen sie gut an, manchmal unmotiviert gar nicht. Der KM48, der 914 und auch der KC24 in der W2000 sind dagegen sehr zuverlässige Starter. Aber da ist auch nix Ducati drin, dafür beidseitig Seitenstreifen im Kolben.
Ansonsten ist das Zeug offensichtlich wenig gelaufen - dann gibts demnächst hoffentlich Probelauf.

Gruß Arthur

Re: Sachs KM3 Zündanlage

Verfasst: Fr 2. Nov 2018, 11:51
von arffm
Nachtrag: Nenndrehzahl 3.300 U/min - eigentlich unkritisch.

Der Magnet ist im Lüfter eingegossen und dient gleichzeitig als Gegengewicht, das auf der Messerseite ist ein Stück angeschraubtes Flacheisen.

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Gruß Arthur

Re: Sachs KM3 Zündanlage

Verfasst: Di 6. Nov 2018, 00:23
von Abrisszuendung
Hallo,

die Unterbrecher sind eigentlich recht stabil und die Zündspulen gehen nur extrem selten kaputt, da sie gut vergossen sind. :-)
Diese Unterbrecher sind 40 Jahre und länger in alten Tecumseh/Aspera Rasenmähermotoren gelaufen, auch die Spule von Ducati sieht deiner sehr ähnlich.


Mit freundlichen Grüßen