Eigenbau eines Magnetisierungsgerätes

Hier kommen Technische Fragen rein

Moderatoren: MotorenMatze, meisteradam, Junkersonkel

Antworten
Abrisszuendung
Beiträge: 16
Registriert: So 28. Okt 2018, 19:36
Meine Motoren: Bernard W1

Eigenbau eines Magnetisierungsgerätes

Beitrag von Abrisszuendung » Di 30. Okt 2018, 12:04

Hallo,

mein Name ist Johannes und ich bin ziemlich frisch in diesem Forum.
Ich habe mir vor kurzem selbst eine Magnetisierungsvorrichtung für die alten Zündmagnete gebaut und wollte euch hiermit meine Hilfe anbieten. Falls euer Motor schlecht anspringt oder unrund läuft, liegt es sehr oft am schwachen Zündfunken, was Wiederrum auf ein zu schwaches Magnetfeld zurückzuführen ist. Um einen Magneten neu zu magnetisieren, muss dieser einem extrem starken äußern Magnetfeld ausgesetzt werden. Dazu braucht man zwei sehr große Elektrospulen mit einem Eisenkern aus Weicheisen/Elektroblech. Durch diese Spulen fließen mehrere hundert Ampere und in das anstehende Magnetfeld wird der Zündmagnet rein gebracht. Dadurch erreicht er wieder die volle Magnetisierung und der Zündfunke ist ausreichend gut.

Ich habe mir dazu einen sehr großen Transformator (Gewicht über 40kg) besorgt, der ehemals Wechselspannung von 2 x 400V auf 2 x 140V wandelt. Anschließend habe ich den oberen Eisenkern abgestrennt und die Anlageflächen geplant. Das übrig gebliebene Stück habe ich dann in zwei Hälften geteilt und es wird jetzt dazu verwendet, den Zündmagenten auf die beiden Pole einzuspannen. Mit einer kleinen Batterie und Kompass habe ich die Polrichtung und Stromrichtung bestimmt. Jede Spule wird mit 4 Autobatterien in Reihe betrieben, das heißt mit knapp 51V Gleichspannung pro Seite des Magnetisierungsgerätes. Bei einem Wiederstand von 0,20 Ohm pro Spule gibt dies einen rechnerischen Strom von 255A pro Spule. Da es keinen Schalter für einen solch hohen Strom gibt, habe ich mir aus massivem Flacheisen einen gebaut, der dann beide Spulen mit den jeweils 4 Starterbatterien gleichzeitig bestromt. Das ganze darf man natürlich nur einen Bruchteil einer Sekunde ausüben und ist auch völlig ausreichend. Der Zündmagnet wird nun komplett (nicht der einzelene Magent) in das Gerät eingespannt, sodass der Norpol des Magenten auf den Südpol und der Südpol des Magneten auf den Nordpol weist. Wichtig ist, dass für den Eisenkern und die Polschuhe kein normaler Baustahl, sondern "Elektroblech" verwendet wird, da dieses den magnetischen Fluss um ein vielfaches besser leitet. Ich habe viel experimentiert und auch schon vorher ein anderes Gerät gebaut, doch das war zu schwach. Nach der Magnetisierung mit meinem neuen Gerät kann man den Anker der Zündung kaum noch von Hand drehen ---> großer Widerstand spürbar.
Die Motoren liefen zwar vorher auch, aber jetzt ist es wirklich kein Vergleich mehr dazu.


Mit meiner Vorrichtung habe ich schon vielen Zündanlagen neues Leben verschafft.
Wer Hilfe benötigt kann mich sehr gerne kontaktieren. Ich habe damit sehr viel rumexperimentiert und dabei festgestellt, dass es nur mit einem solchen Gerät möglich ist.
Wichtig dabei ist, dass die Polung beibehalten wird und das der Magnet selbst NICHT ausgebaut wird, denn jeder An- und Abbau schwächt das Magnetfeld sehr stark.
Fall auch Interesse besteht, kann ich gerne Bilder online stellen.

Mit freundlichen Grüßen

LeoTr
Beiträge: 72
Registriert: Di 16. Okt 2012, 15:01
Meine Motoren: ca 130 Stück

Re: Eigenbau eines Magnetisierungsgerätes

Beitrag von LeoTr » Di 30. Okt 2018, 13:22

Hallo Johannes

Ich habe ca 8 Zündmagnete zum Magnetisieren bitte um Preis.
habe ca 130 Standmotore

mfg Leo aus Österreich

Benutzeravatar
deutz93
Beiträge: 399
Registriert: Fr 29. Mai 2015, 22:24
Meine Motoren: changfa R 170 A
Bischoff Zwerg
Maier Mechanic Modell Gasmotor
Modell Stationärmotor Hans
2 Eigenbau Modelldampfmaschinen
Breuer 2 Zylinder Boxermotor
2 BUB Bootsmotoren
Jap js34 mit 12 Volt Generator
DKW EL 462
DKW EL 150
Tragbares Benzin-Elektro-Aggregat GAB 1,6
Farymann Typ LE
Ebbs und Radinger LBN 4
Leek Engine Gasmotor
Lister D
Sachs Stamo 4
Sachs D 400 L
Sachs D 500 W
Wohnort: Höhn

Re: Eigenbau eines Magnetisierungsgerätes

Beitrag von deutz93 » Di 30. Okt 2018, 17:10

Hallo
Kannst du auch Zündmagnete komplett überholen und bekommst auch Zündungen z.B. von Sachs Motoren wo der Magnet im Schwungrad sitzt wieder Aufmagnetisiert ?
Mfg.Max
Altes kaputtes zeug ist viel besser als neues Funktionierendes.
http://www.youtube.com/channel/UCFZ00fHTjuyckUimS_fRkug

Abrisszuendung
Beiträge: 16
Registriert: So 28. Okt 2018, 19:36
Meine Motoren: Bernard W1

Re: Eigenbau eines Magnetisierungsgerätes

Beitrag von Abrisszuendung » Di 30. Okt 2018, 17:14

Hallo,

Anker neu wickeln kann ich leider (noch) nicht, diese müsste ich aktuell noch einsenden, falls dies erforderlich ist.
Ich bin aber gerade dabei Adapter zu bauen, damit ich auch Polräder neu magnetisieren kann.
Dies wird ca. noch 4 Wochen dauern.

Mfg

Abrisszuendung
Beiträge: 16
Registriert: So 28. Okt 2018, 19:36
Meine Motoren: Bernard W1

Re: Eigenbau eines Magnetisierungsgerätes

Beitrag von Abrisszuendung » Di 30. Okt 2018, 17:15

Hallo LeoTr:

Ich habe dir eine private Nachricht gesendent.


MfG

Benutzeravatar
ILO
Beiträge: 10
Registriert: Di 10. Apr 2018, 06:35
Meine Motoren: ILO M200V

Re: Eigenbau eines Magnetisierungsgerätes

Beitrag von ILO » Mi 31. Okt 2018, 06:37

Hallo,

am Nachmagnetisieren von Polrädern bin ich auch sehr stark interessiert.

Bitte halte uns diesbezüglich auf dem Laufenden.

Ventilspiel
Beiträge: 5
Registriert: Mo 30. Okt 2017, 09:39
Meine Motoren: Deutz MA608 Bj. 1938 Zweikammertank für Benzin/Petroleum
Condor Guidetti A3
Barkas EL308
Bengs "Die große Laura"
Böhm Flammenfresser HB22
Böhm Stirlingmotor HB16
Versch. Dampfmaschinen von DOLL, STUART, FLEISCHMANN

Re: Eigenbau eines Magnetisierungsgerätes

Beitrag von Ventilspiel » Mi 31. Okt 2018, 16:38

Hallo Johannes,

...das klingt interessant.
Ich habe Dir eine PN gesendet.

Danke und Grüße.
Tino

Juweli
Beiträge: 68
Registriert: Sa 5. Sep 2015, 14:33
Meine Motoren: Renauer, Warchalowski, Deutz, Lister, IHC, Sendling, Rax, Juwel, Exinger
Wohnort: Oberösterreich

Re: Eigenbau eines Magnetisierungsgerätes

Beitrag von Juweli » Mi 31. Okt 2018, 20:35

Hallo Johannes
kannst Du ein Bild von deinen Gerät einstellen?

LG. Helmut

Abrisszuendung
Beiträge: 16
Registriert: So 28. Okt 2018, 19:36
Meine Motoren: Bernard W1

Re: Eigenbau eines Magnetisierungsgerätes

Beitrag von Abrisszuendung » Mo 5. Nov 2018, 23:48

Hallo,


ich werde die Tage mal ein Bild dazu reinstellen, ich muss die Fotos noch vom Handy auf den PC laden.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes

Abrisszuendung
Beiträge: 16
Registriert: So 28. Okt 2018, 19:36
Meine Motoren: Bernard W1

Re: Eigenbau eines Magnetisierungsgerätes

Beitrag von Abrisszuendung » Di 6. Nov 2018, 00:16

Wie versprochen folgen mal ein paar Bilder, welche ich schnell vom Handy gezogen habe:

Polschuh einzeln
Polschuh einzeln
IMG_5664.jpg (95.39 KiB) 1302 mal betrachtet
Draufsicht ohne Polschuhe
Draufsicht ohne Polschuhe
IMG_5663.jpg (60.81 KiB) 1302 mal betrachtet
Draufsicht mit Polschuhen
Draufsicht mit Polschuhen
IMG_5662.jpg (61.26 KiB) 1302 mal betrachtet
Vorderansicht mit Polschuhen
Vorderansicht mit Polschuhen
IMG_5661.jpg (71 KiB) 1302 mal betrachtet

Antworten