Sendling SU

Hier kommen die Probleme mit den Motoren rein

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wollitell1704
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Re: Sendling SU

Beitragvon wollitell1704 » Sa 4. Mai 2019, 23:55

Sehr gerne, Bilder muss ich allerdings nachreichen. Ich habe meine Motoren nicht bei mir zuhause stehen, und so sehe ich meine "Schätzchen" eigentlich immer nur Samstags.
Zur Demontage der Schwungräder kann ich nur sagen, dass wir (mein Vater und ich) echt ins Schwitzen gekommen sind. Wir haben einen großen Abzieher in seine Einzelteile zerlegt um die Arme durch die Locher im Schwungrad drapieren zu können. Die Schraube in der Kurbelwelle ging noch erfreulich leicht lose. Dessen kopf haben wir dann einmal plan gedreht und mit einem Bohrer eine kleine Senkung mittig eingedreht. So konnte sich der Abzieher schön sauber und fest zentrieren.
Das Schwungrad selbst haben wir an der Nabe gut warm gemacht, wohl eine halbe Stunde. Und immer wieder den Abzieher auf Druck gedreht. Nach besagter halber Stunde machte es dann Peng und das Schwungrad war lose. Das Schwungrad sitzt nur auf einem Konus, kein Keil. Jetzt beim Schreiben fällt mir auf, dass ich mir die Position wohl besser hätte markieren sollen... Das Schwungrad hat eine Unwucht... :?
Na ich denke das lässt sich herausfinden. Nächster Schritt ist das Anfertigen neuer Hauptlager (Buchsen) und das Ausgießen der Pleuellager. Dafür muss aber erstmal Material rangeschafft werden.
An dem Motor ist eigentlich alles ziemlich verschlissen... aber alles machbar. Ich bin mir noch nicht einig ob ich ihn lackieren soll oder die Optik erhalten...
Das Schlimmste ist und bleibt der Magnet und das passende Zahnrad...
Oh kurze Frag an die Runde. In dem Kopf sind von Oben zwei Stopfen eingedreht. Logisch, sonst hätte man die Ventile nicht montieren können. In einem steckt die Zündkerze. Nach allem was man so im Netz findet mal in dem einen und mal in dem anderen. Warum? Was ist denn besser und richtig? In dem anderen steckt eine Art Messinghahn, und ich habe im Netz auch schon gesehen dass jemand diesen zum Anlassen öffnen. Ist das so gedacht? Ich meine ich hab gemerkt dass der Motor Kompression ohne Ende hat, fast ein Diesel, aber ist das so gedacht ihm dadurch die Kompression zu verringern zum besseren starten?

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Re: Sendling SU

Beitragvon atomino » So 5. Mai 2019, 09:39

Hallo wollitell1704
Danke für den Bericht. Also keine Passfeder, nur Konus. Meisselschlag zwischen Kurbelwellenzapfen und Schwungscheibe gibt es bei mir, damit ist die Wiedermontage-Lage klar. Zündkerze mal rechts oder links ist mir auch schon aufgefallen, ob aber die Kerze besser in der Nähe des Einlassventils oder am Auslass sitzen sollte ist mir nicht bekannt. Der kleine Hahn ist bei meinem "SVO" als Minitrichter ausgebildet. Ich glaube gelesen zu haben, dass zum besseren Start dort etwas Benzin oder anderer flüssiger Starthelfer eingeträufelt wird. Meine Kurbelwellenlager müssen auch dringend erneuert werden, weil es Buchsen sind und keine Halbschalen muss ich auch die Schwungscheiben abziehen, ich werde dann zu gegebener Zeit von dieser Aktion berichten. Ja und auf das Innenleben des Reglers im Glockeninneren bin ich gespannt. Im Moment klappert da einiger Schrott umher beim Durchdrehen. ;)

Gruß,
Jens

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Re: Sendling SU

Beitragvon wollitell1704 » So 5. Mai 2019, 11:16

Ich überlege gerade was passiert... Der Zündmagnet ist ja so verbaut, dass es bei jedem OT einen Funken gibt, wenn auch unnötig... Ob das einen Einfluss hat? Sollten die Gase nicht ganz verbrannt sein, ist der Funke über dem Auslass wohl ein bisschen prädestinierter für einen Knall im Auspuff...

Hast Du vor Deine Hauptlager nachzufertigen oder auszugießen? Da irgendein Spezialist meine Lager einmal der Länge nach aufgeschnitten hat um sie strammer stellen zu können, muss ich sie ohnehin nachbauen. Ich überlege noch, ob ich sie wie im Original aus Rotguss oder Messing fertige und sie dann mit Lagermetall ausgieße, oder ob ich die Welle einfach auf RG7 laufen lasse. Klappt bei anderen Motoren auch... Was hast Du denn vor?

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Re: Sendling SU

Beitragvon wollitell1704 » So 5. Mai 2019, 11:17

Ohja, ich denke das Geklapper in dem Regler ist normal. Solange der Motor nicht läuft haben die Kugel darin sehr viel Platz.

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Re: Sendling SU

Beitragvon atomino » So 5. Mai 2019, 12:42

RG7 geht auf jeden Fall, ist ja Rotguss. Ich werde auf jeden Fall die Buchse auf der Abtriebsseite erneuern, war bestimmt ein schwerer Riementrieb, schön ausgelaufen....die andere Seite, überlege ich noch, erstmal mit Riemenscheibe dran kein nennenswertes Spiel erkennbar. Das Buchsenmaterial ist aus der Bucht "RG7 Rohr Rotguss, Hohlwelle"
Die Zweitakt-Zündung sollte nich stören.

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Re: Sendling SU

Beitragvon Juweli » So 5. Mai 2019, 12:55

Bei schlechter Zündung ist es kein Nachteil wenn er bei jedem OT Zündet, man hat dann beim andrehen die doppelte Drehzahl, besonders bei größeren Motoren

LG.Helmut

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Re: Sendling SU

Beitragvon wollitell1704 » So 5. Mai 2019, 14:22

Du meinst die Drehzahl vom Zündmagneten? ja da stimmt allerdings.
Ich werde erstmal Material bestellen und bin mir fast sicher die Buchsen lediglich aus RG7 zu fertigen, ohne Weißmetall drin.

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Re: Sendling SU

Beitragvon atomino » So 5. Mai 2019, 14:37

Meine Buchsen sind noch original und auch nicht ausgegossen, nur Bohrungen und Schmiernuten.

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Re: Sendling SU

Beitragvon wollitell1704 » So 5. Mai 2019, 15:05

Das ist interessant, ich dachte das sei original, also mit Weißmetall drin. Gut ok, macht die Sache einfacher. Zwei Buchsen drehen bekomme ich hin.
Ist bei das Pleuellager denn ausgegossen, oder besteht es auch "nur" aus Rotguss?

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Re: Sendling SU

Beitragvon atomino » So 5. Mai 2019, 15:19

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