kleiner Sendling

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kleiner Sendling

Beitrag von Standuhr » Di 5. Mär 2019, 20:24

Ich war gestern mal wieder in Egay unterwegs und habe unnötigerweise einen kleinen Sendling gekauft. :roll: Er war billig und nicht weit zu fahren.
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Die Frage war natürlich warum das Nockenwellengetriebe zerlegt ist und auf dem Vergaser liegt. Gut bei 71,- überlegt man nicht sind ja schon die Gußräder und der Vergaser wert. ;) Habe den Motor heute gleich abgeholt und mal ne Bestandsaufnahme gemacht. Ich habe den Nockenwellendeckel abgeschraubt da kam dann das zum Vorschein!! :o :mrgreen:
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Re: kleiner Sendling

Beitrag von Standuhr » Di 5. Mär 2019, 20:41

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Hatte doch tatsächlich so ein Spezialist den Motor im zusammengebauten Zustand sandgestrahlt. :o :shock: :oops: :x . Die Sandkörner sind in das Nockenwellengetriebe gefallen und der Motor hat,glücklicherweise ,blockiert so daß nichts in die Laufbüchse kam. Mechanisch ist der Motor super und wenig gelaufen,alles aber auch etwas verbastelt.Der Magnetzünder ist nicht vollständig und beschädigt,ich habe jedoch noch einen passenden Bosch im Fundus.
Christoph,du bist doch Spezialist über Sendling.Könntest du das Baujahr bestimmen und wie wurde der Motor ausgeliefert. Das Typenschild ist auf das Fahrgestell genagelt, am Wasserkasten kann ich keine Befestigungsbohrungen dafür finden. Was für ein Fabrikat ist der Magnetzünder, Magnet und Teile vom Gehäuse fehlen sowie der HSP-Ausgang.?.
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Nach dem Glasperlenstrahlen schut es nicht mehr so wild aus!
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Gruß Klaus

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Re: kleiner Sendling

Beitrag von Standuhr » Di 5. Mär 2019, 20:46

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Noch ein paar Fotos.

Gruß Klaus

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Re: kleiner Sendling

Beitrag von motorenbau » Mi 6. Mär 2019, 08:26

Hallo

Mit "Christoph" meinst Du vermutlich mich. Das Jahr, in dem der Motorenblock gegossen wurde, ist manchmal unter dem Zylinder eingegossen. Ich würde es anhand der Motornummer auf 1936 schätzen. Baujahr ist damit vermutlich 1936 oder 1937. Wäre schön, wenn Du mir das Jahr sagen könntest, falls Du eines findest. Leider ist das nicht immer der Fall.

Der Zündmagnet sind die Überreste eines Bosch RF1LS1, der aber recht selten zu finden ist. An den Motoren wurde auch der Bosch FJ1L2 und der FJ1L11 verbaut. Bei der neueren Ausführung mit eckigem Zylinderkopf gab es auch den Bosch FF2/1LS394.

Das Wägelchen sieht aus, als wäre es original, allerdings etwas verbastelt. Leider hat Sendling in den Prospekten immer dieses uralte Bild von einer sehr frühen Ausführung um 1930 verwendet (sogar noch bis weit in die 40er Jahre), obwohl die Motoren und die Karren mittlerweile etwas anders aussahen...
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Gruß
Christian
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Re: kleiner Sendling

Beitrag von Standuhr » Mi 6. Mär 2019, 18:15

Hallo Christian,
:oops: natürlich habe ich dich gemeint, :oops: ,peinlich :roll: .Ich hatte mir aber schon zwei Freu-Bier gegönnt ,da war halt irgend eine Weiche falsch gestellt,ist immer nicht gut wenn man da noch was schreibt :roll: . Du hast recht ,auf der Unterseite ist 1936 eingegossen.
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Habe den Magnetzünder mal durchgemessen,ist sehr hochohmig.Muß in meinem Fundus mal schauen ob ich einen passenden Hufeisenmagneten finde,einen neuen Stromabnehmer habe ich schon gefunden.
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Habe schon alles zerlegt und heiß abgedampft jedoch ärgert mich der Zylinderkopf maßlos. Er widerstand bis jetzt jedem Zuspruch selbst der magische Flaschenwagen mit viel Hitze hat nichts genützt.
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Ich traue mich nicht so richtig stark von innen auf den Kopf zu schlagen,da die Ventile vorstehen und zwangsläufig nicht ausgebaut werden können.

Den Karren werde ich mit den Teilen wieder so zeitgemäß zurück bauen ,leider muß ich nach neuen Balken schauen da einer davon völlig morsch ist!!

Gruß Klaus

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Re: kleiner Sendling

Beitrag von motorenbau » Do 7. Mär 2019, 08:33

Hallo

Erstmal Danke für die Rückmeldung von dem eingegossenen Baujahr. Ich freue mich immer, wenn ich meine Motornummern-Liste erweitern kann.

An Deinem Zündmagneten scheinen ein paar "Brocken" zu fehlen. In diesem Betrag ist ein anderer RF1 abgebildet, es ist ein "Rechtsläufer", also ein RF1R..., der Sendling benötigt aber einen "Linksläufer" RS1L... Man kann aber sehen, dass an dem Alu-Gehäuse unter anderem das Teil abgebrochen ist, an dem das Typenschild aufgenietet ist. Wenigstens hast Du einen unbeschädigten Stromabnehmer. Der ist nämlich an meinem Magneten kaputt. Wenn Du Dich je entscheiden solltest, die Überreste von dem Magneten herzugeben, hätte ich großes Interesse.

Zu Deinem Karren: Ich glaube das war mal ein zweiachsiger Wagen und die gebogenen Flacheisen gehörten unter die starre Achse.

Gruß
Christian
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