Drehzal EL 308

Hier kommen die Probleme mit den Motoren rein

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wonwon91
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Drehzal EL 308

Beitragvon wonwon91 » Mo 10. Sep 2018, 11:08

Da nun endlich mein Stromerzeuger wieder Saft bringt kommt auch schon das nächste Problem...Wenn ich einen 2KW Heizlüfter dran habe ist mein Spannungsregler fast ganz ´´offen´´ das bedeutet das ich die vollen 3KW nie abrufen kann. Nun habe ich mir ein Drehzahlmessgerät gekauft was auch erstaunlich genau ist. Standgas ca. 1000U/min Gasschieber am Vergaser voll offen ohne Heizlüfter 3000 U/min und mit 2KW Heizlüfter pegelt er sich bei 2800U/min ein. Ich könnte mit Hilfe der Reglerstangen noch etwas die Drehzahl erhöhen allerdings würde er dann bei weniger last über 3000 U/min laufen. Was ich noch hinzufügen muss ist das wenn ich mit der Hand vorsichtig die Drehzahl erhöhe stimmt dann auch die Frequenz von ca 50Hz

Ich hoffe mir kann jemand helfen

Gruß wonwon91

holm
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Re: Drehzal EL 308

Beitragvon holm » Mi 12. Sep 2018, 08:02

Du hast das Prinzip des Fliehkraftreglers nicht verstanden?
Die Regelung erfolgt jetzt zu wenig steil, die Solldrehzahl wird nicht erreicht.
Stelle das Gestänge nach, der Generator muß immer mit 3000U/min laufen,
ohne Last und auch mit Last. Ist das nicht der Fall, solltest Du Dich um die
Innereien des Regler kümmern, der funktioniert dann nämlich nicht..

Gruß,

Holm

wonwon91
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Re: Drehzal EL 308

Beitragvon wonwon91 » Mi 12. Sep 2018, 08:42

Deswegen frag ich hier auch um das ganze zu verstehen :roll: . Bei meinem EL 150 mit 1,6KW bringt er die 1,6KW bei 2800 U/min und der soll auch mit 3000 laufen.
Naja egal ich habe noch einen 2.Regler und den werde ich mal verbauen. Kann man denn im Regler irgendwas reparieren?

Gruß
wonwon91

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Re: Drehzal EL 308

Beitragvon BUMI » Mi 12. Sep 2018, 10:21

Moin, Regler ist für den Laien nicht ganz so einfach wie man vermutet. Hier ist ein einfacher Proportionalregler verbaut, der eine Regelabweichung vom Sollwert hat. Er hält bei konstanter Last eine Drehzahl ein. Erhöhtst du die last, sinkt die Drehzahl, verminderst Du sie, steigt die Drehzahl. Deshalb wird dein ohne Last mit 3000 Umdrehungen laufender Motor bei Belastung in der Drehzahl absinken - wie stark hängt von der Reglercharakteristik ab. Diese Drehzahl hält er dann so lange bis sich die Last verändert oder der Tank leer ist.
Mit der Charakteristik ist es auch nicht so einfach, erkennbar an "sägenden" Motoren oder Motoren, die zwar einen Fliehkraftregler haben aber im leerlauf wie ein motor mit Aussetzregelung laufen
Du musst Dich damit abfinden dass Du keine konstante Drehzahl erreichst. Wolltest du das, muss der Regler um einen integralen Teil erweitert werden. Das dauert sein Zeit. Willst Du dass die Drehzahl "sofort" auf dem Sollwert bleibt, musst Du noch einen differentialen Teil hinzufügen. Das ist möglich und nennt sich PID-regler.
Praktisch ist das nicht erforderlich sonst gäbe es nicht so viele gut laufende Aggregate wie Deines.
Wenn Du einsteigen willst:
https://www.ingenieurkurse.de/regelungs ... egler.html
Gruß, Burgfried
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Re: Drehzal EL 308

Beitragvon wonwon91 » Mi 12. Sep 2018, 12:26

Also muss ich mittels der Reglerstange die goldenen Mitte finden. Allerdings komm ich auch wenn ich die Stangen sonst wie stelle nicht bei einer Last von 3KW nicht auf die vorgegeben 220V. Theoretisch müsste ich die Reglerstangen dann etwas kürzen und das wird ja nicht im Sinn des Erfinders liegen :lol:

Den Regler hatte ich heute mal auseinander gebaut und gereinigt obwohl er noch wie neu aussieht.
Irgendwo muss ja die Kraft verloren gehen. Wüsste aber nicht wo. :cry:

Gruß
wonwon91

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Re: Drehzal EL 308

Beitragvon BUMI » Mi 12. Sep 2018, 14:03

Moin, da musst Du 2 sachen auseinander haltengibt: Es gibt2 Regler: Einen für den Motor, der für die Frequenz (Drehzahl) zuständig ist und einen für den Generator der für die Spannung (Erregerstrom) zuständig ist. Kommst Du denn bei halber Belastung auf 220Volt? Wenn ja, regelt der elektrische Regler den Spannungsabfall bei steigender Belastung nicht ausreichend nach. EVtl hast du einen manuellen Steller für die Spannungseinstellung.
Gruß, burgfried
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Re: Drehzal EL 308

Beitragvon wonwon91 » Mi 12. Sep 2018, 16:45

Oh dann haben wir aneinander vorbeigeredet:D
Natürlich besitz ich einen manuellen Spannungsregler und der ist bei vollast ganz offen aber ich komm nur auf 205 Volt und das ist zu wenig. Ich meinte auch den Drehzahlregler für den Motor. Der Generator hat keine macken mehr. Wenn der Drehzahlregler ordentlich funktionieren würde dann geht alles seinen gang.

Gruß
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Re: Drehzal EL 308

Beitragvon holm » Do 13. Sep 2018, 08:38

..auch wenn mir der Drehzahlabfall auf 2800U/min etwas sehr groß vorkommt.. es kann eigentlich nicht sein, dass die Spannung so weit abfällt. Ich denke das hier die Generatorerregung nicht ausreichend ist. In den alten Generatoren ist doch ein Selen-Plattengleichrichter verbaut, kann es sein das dieser hochohmig geworden ist? (das tun solche Gleichrichter mit den Jahren).

Ich habe einen "Konstantspannungsgenerator" für Drehstrom DGK4-2 am EL308 Aggregat, das ist wohl die letzte Drehstromausführung, es gibt an der Kiste weder ein Voltmeter noch einen Regelwiderstand, das macht der Generator selbst und auch sehr gut. Der Gleichrichter ist aber bei meinem Generator aus Dioden aufgebaut.
https://forum.military-tubes.com/bude/attachment.php?aid=1064 die nicht altern..

Gruß,
Holm

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Re: Drehzal EL 308

Beitragvon wonwon91 » Do 13. Sep 2018, 12:03

Das hatte ich auch schon in betrachtgezogen allerdings wurde mir gesagt das wenn der Gleichrichter nicht richtig abreitet ich schon bei 1000W Last Probleme bekommen würde. Ich sag mal bis 2800W schäfft es der Generator auch. Da ist der Regler voll auf und die Spannung liegt bei 220V. Deswegen bin ich mir eigentlich sicher das ich ein Problem mit dem Regler habe. Hatte gestern einen Regler mal auf und kann da nichts erkennen was da kaputt sein sollte.

Gruß
wonwon91

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Re: Drehzal EL 308

Beitragvon holm » Fr 14. Sep 2018, 08:52

Der Selengleichrichter besteht aus 4 Diodenplatten, es reicht wenn eine davon nicht mehr richtig mitspielt.
Ich repariere öfter mal irgendwelche Röhrengeräte, in denen sind Selengleichrichterstäbe nicht unüblich,
auch nicht das ein langsam hochohmig werdender Gleichrichter für zu wenig Anodenspannung sorgt, da hilft nur der Austausch.

Du kannst ja ruhig weiter suchen, ich denke aber das der Gleichrichter Dein primäres Problem ist.

Du kannst 4 Dioden direkt über die Gleichrichteranschlüsse löten und das Originalteil drin lassen, der Materialaufwand dafür ist nicht mal 50 Cent.

Gruß,

Holm