Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Hier kommen die Probleme mit den Motoren rein

Moderatoren: MotorenMatze, meisteradam, Junkersonkel

Benutzeravatar
StamoChristian
Beiträge: 50
Registriert: Do 8. Sep 2016, 21:56
Meine Motoren: Sachs Stamo 400 mit Conrad-Generator
Sachs Stamo 4 von 1943
Sachs Stamo 50
Sachs Stamo 14
Deutz MAH 916

Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » Mi 19. Jul 2017, 22:36

Hallo liebe Motorenfreunde,
bisher hat sich meine Sammlung nur aus kleinen Zweitakt-Benzin-Motoren zusammengesetzt. Doch schon seit langem war der Gedanke, sich einen schönen Diesel Standmotor anzuschaffen. Nach langer Suche bin ich nun fündig geworden. Ein schöner Deutz MAH 916 mit Hilfsdüse :mrgreen:
IMG-20170715-WA0005.jpeg
IMG-20170715-WA0005.jpeg (82.58 KiB) 869 mal betrachtet

IMG-20170715-WA0007.jpeg
IMG-20170715-WA0007.jpeg (112.9 KiB) 869 mal betrachtet

Kurze Vorgeschichte: der Besitzer hatte den Motor vor 10-15 Jahren in diesem Zustand gekauft. Er sammelt selber Motoren, möchte aber die Sammlung etwas verkleinern. Angeblich stammt der Motor aus Hamburg aus einem Schiff, genaueres konnte er mir jedoch nicht sagen. Der Motor hat einen Frostschaden an der untersten Stelle im Wasserkasten gehabt, der aber geschweißt wurde. Zwar tropfe es dort ein wenig heraus, aber bisher konnte ich dort kein Leck feststellen, alles trocken trotz Wasser im Kasten :D

Der Motor wird optisch so belassen. Alles schön sauber machen und dann konservieren. Eventuelle (hoffentlich geringe) technische Instandsetzung möchte ich aber gerne vornehmen. Eine Betriebsanleitung und Ersatzteilliste wurde mir gestern zugesandt. Soweit, so gut. Nun habe ich natürlich einige Fragen, allerdings zu verschiedenen Bereichen. Bevor ich nun in x verschiedenen Unterthemen einen neuen Beitrag starte, möchte ich diese Fragen hier bündeln und den Fortschritt dokumentieren, sofern es mir gestattet ist.

Zunächst wäre es interessant zu wissen, welches Baujahr der Motor hat. Ein Typenschild ist leider nicht mehr vorhanden, aber oberhalb des Wartungsdeckels sind zwei Nummern eingeschlagen.
IMG_20170716_195504.jpg
IMG_20170716_195504.jpg (103.14 KiB) 869 mal betrachtet

1200
1235736
Daran direkt angeknüpft würde ich gerne Wissen, ob man ein passendes Typenschild nachfertigen lassen kann bzw. ob es Blanko-Schilder für Deutz MAHs gibt, in denen noch die Motornummer und -Typ eingeschlagen werden muss?

Der Motor ist soweit in einem technisch guten Zustand. Ohne Zündfix auf der Hilfsdüse angekurbelt, springt er sofort auf dem ersten Kompressionshub an, Kolben und Zylinder sollten daher noch in Ordnung sein. Mangels Spritleitung zur Hauptdüse konnte ich diese Funktion noch nicht testen. Eine neue Leitung gebe ich bei der örtlichen LaMaWe die Tage in Auftrag.
Kurbelwellen- und Pleuellager werde ich ebenfalls beim anstehenden Ölwechsel kontrollieren. Dazu:
1) Welches Öl ist besser geeignet? 15W40, was man ja auch auf den meisten Oldtimertraktoren fährt? Davon habe ich einen Kanister griffbereit da. Habe aber auch von SAE30 gelesen, könnte ich auch dran kommen.
2) Darf man Zündfix und Hilfsdüse zusammen verwenden? In der BTA steht unter Anlassen mit Hilfsdüse nichts konkretes drin. Lediglich, dass man den Stellhebel auf Hilfsdüse stellen soll, den Motor andrehen soll und wenn der Motor gleichmäßig läuft, den Motor auf Vorkammer/Hauptdüse umstellt. Ein expliziter Hinweis, dass man Lunte und Hilfsdüse NICHT zusammen verwenden darf, ist nicht zu finden. Andersherum: kann ich den Motor trotz Hilfsdüse mit Zündfix auf Vorkammer starten (Gegenfrage: warum nicht? Muss ja so konstruiert sein, dass es ohne Schäden funktionieren sollte)?

Soviel zunächst von meiner Seite für heute. Ich freue mich auf eure Tipps und Tricks während der Instandsetzung. Sobald es neue Erkenntnisse gibt, berichte ich.

Einen schönen Abend und viele Grüße
Christian

Benutzeravatar
motorenbau
Spezialist für Motorenbau / Motorenhersteller
Beiträge: 1097
Registriert: Di 2. Feb 2010, 22:12
Meine Motoren: Junkers 2HK65
Sendling SG
Sendling MS II
Sendling WS308 (2 Stück)
HMG Glühkopf 6PS
CL Conord C.11
Pineau&Ragot Type A
Deutz MAH711 Pumpenaggregat
Farymann ER
Holder Piccolo mit Sachs Stamo 6
Sachs Stamo 160
Ilo E250 (?)
und diverse Landmaschinen und Traktoren
Wohnort: Wolfegg
Kontaktdaten:

Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon motorenbau » Do 20. Jul 2017, 08:39

Hallo

Viele Fragen auf einmal. Ich versuche mal ein paar Antworten:
  • Baujahr ist irgendwann Nachkrieg, kann man aber bei H. Voss vom Deutz Archiv nachfragen. Eine explizite Nummernliste gibt es nur bis 1945.
  • Typenschilder könnten von hier passen: www.abziehbilderservice.de, Bestellnummer K66400A. Das Schild K66405A habe ich auch schon zusätzlich dazu gesehen.
  • Die Hilfsdüse ist eigentlich dazu da, dass man kein Zündpapier braucht. Man kann den Motor entweder ohne Zündpapier mit der Hilfsdüse anlassen, oder mit Zündpapier und ohne Hilfsdüse. Mit Hilfsdüse und Zündpapier schadet wohl nicht, ist aber unnötig, weil Zündpapierverschwendung.
  • "1200" ist vermutlich die Drehzahl, auf die der Motor eingestellt ist
  • Das Öl ist ein bisschen eine Glaubensfrage. Unlegiertes SAE30 ist wohl zumindest theoretisch das richtige Öl, weil der Motor ja keinen richtigen Ölfilter hat. Unlegiertes Öl lässt den Schmutz im Kurbelgehäuse absitzen, wo er bei jedem Ölwechsel ausgewaschen werden muss. SAE 15W-40 ist ein HD-Öl, das sogenannte Dispergentien enthält, die den Schmutz am Absetzen hindern. Daher wird HD-Öl im Dieselmotor auch recht schnell pechschwarz. Vorteil: der Motor bleibt innen Blitzsauber, beim Ölwechsel reicht Ablassen im warmen Zustand. Nachteil: Der Schmutz geht ständig durch alle Lager, außerdem wird evtl. jahrzehntealter Schmutz aus dem Motor gelöst. Trotzdem halte ich bei regelmäßigen Ölwechseln und wenigen Betriebsstunden im Jahr 15W-40 für einen gangbaren Kompromiss. So alte Motoren sind ja recht robust und für wesentlich schlechtere Ölqualitäten konstruiert. Er wird vermutlich im Oldtimerbetrieb mit beiden Ölsorten klaglos laufen.
  • Bilder oder gar ein schöner Restaurierungsbericht sind immer sehr willkommen. Ich lese sowas gerne. Man kann gegenseitig immer was dazulernen. Ich hoffe aber auch, dass Du mit konstruktiver Kritik umgehen kannst, das kann Dir hier auch passieren.

Gruß
Christian

PS: Viel Spass mit Deinem "neuen" Motor
http://www.motorenbau.eu
Mitglied M033 in der Interessengemeinschaft historische Motoren Deutschland (IG-HM)

walchi
Beiträge: 164
Registriert: Mi 23. Okt 2013, 12:30
Meine Motoren: Warchalowski c110
warchalowski typ d
sendling ws 356
Coventry Victor wd2
Deutz mah 322

Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon walchi » Do 20. Jul 2017, 10:14

Hd öle haben nicht nur reinigende wirkung sondern auch verschleißschutzadditive. Der hauptnachteil ist hier wie gesagt der gelöste schmutz im umlauf.
Je nach konstruktion is auch der ölnebel bei betriebstemp. Nicht unwichtig und diesen gibts es auch nur bei unlegierten ölen.
Wenn du 15w40 rein gibst würde ich vorher den gesamten kurbelkasten gründlichst reinigen und mit diesel ausschwemmen.
Sonst hab ich gute erfahrungen mit unleg. Sae 30 und molyzusatz. Dann hast auch zusätzlichen verschleißschutz und keine probleme mit dem dreck ;)
Außerdem hast immer eine art notanlaufschmierung nach langem stillstand

Benutzeravatar
StamoChristian
Beiträge: 50
Registriert: Do 8. Sep 2016, 21:56
Meine Motoren: Sachs Stamo 400 mit Conrad-Generator
Sachs Stamo 4 von 1943
Sachs Stamo 50
Sachs Stamo 14
Deutz MAH 916

Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » Do 20. Jul 2017, 21:56

Guten Abend,
ich danke für die schnellen Antworten. Gleich vorab möchte ich sagen, dass ich auch mit sachlicher und konstruktiver Kritik umgehen kann. Sie kann schließlich auch helfen, zu einem vorher gesteckten Ziel zu kommen.

Ich werde die Tage mal bei dem Herrn Voss anfragen, ob er mir weiterhelfen kann. Das Typenschild könnte von der Größe her passen, muss ich aber noch einmal genauer nachmessen. Das kleinere Schild für Drehzahl, PS usw. schien bei mir nicht montiert gewesen zu sein, da keine Nieten dafür eingegossen sind. Sofern es passt, wird das Schild mit Gravur/Bestanzung bestellt. Dann hat der "Kleine" auch wieder eine Identität :lol:
Dass Direkteinspritzung mit Zündfix eher unnötig ist, leuchtet ein. Trotzdem ist es immer gut zu wissen, was geht und was nicht. Die 1200 Umdrehungen sind ja etwas langsamer, als vorgesehen. Vielleicht ist der Motor für seinen ursprünglichen Bestimmungsort etwas eingeschränkt worden. Möglicherweise lässt sich dazu irgendwann mal was in Erfahrung bringen.
Bei dem Öl bin ich mir noch nicht sicher, tendiere persönlich aber zu 15W40. SAE 30iger gibt es zwar im Baumarkt, allerdings "HD SAE30 Spezial-Viertakt-Öl für Rasenmäher und Kleinmotoren". Nun, da der MAH weder ein Rasenmäher, noch ein Kleinmotor ist, ist das wohl nicht das Passende :mrgreen:
Große Leistung wird der Motor bei mir nicht mehr bringen müssen. Gelegentliches Laufen zur Belustigung oder mal zum Antreiben eines Geräts, sofern ich da mal was organisiert kriege.

Weshalb auch 15W40 eher mein Favorit ist, ist die Tatsache, dass ich heute den Motorraum gespült habe :D Der offene Motor ist ja ein Anblick, der bei mir das Herz höher schlagen lässt.
IMG_20170720_155435.jpg
IMG_20170720_155435.jpg (88.05 KiB) 767 mal betrachtet

Das ist noch Technik zum (Be-)Greifen. Die Ölpumpe ist meines Erachtens noch in sehr gutem Zustand. Drehe ich den Motor von Hand langsam durch (ca. eine Umdrehung in 1 1/2 Sekunden), dauert es etwa zehn Sekunden, bis am Pleuel das Öl gleichmäßig raustropft.
Gedanken mache ich mir um die Lager. Ich kann nicht genau bestimmen, ob neue fällig wären oder nicht. Dreht der Motor hat man eindeutig Laufgeräusche, kann aber nicht beziffern, ob das nun normal ist, oder nicht. Es ist ein recht gleichmäßiges Brummen, könnte von den Kurbelwellenlagern stammen. Das Pleuellager ist wohl auch noch gut. Auch bei festem Ruckeln bewegt sich da nix. Sicherheit würde sicher nur ein Ausbau der Lagerschalen und Sichtkontrolle bringen, aber ich versuche es zunächst, im eingebauten Zustand zu testen.
Aufgefallen ist mir auch noch ein zweifaches Pocken. Es kommt ganz regelmäßig (habe aber noch nicht bewusst beobachtet, wann genau :roll: ), *pock* *pock*. Ich hoffe mal, dass das auch normal ist. Kann das von den Nocken kommen oder von der Pumpe? Werde dazu morgen oder übermorgen neue Beobachtungen hier einstellen.

IMG_20170720_155700.jpg
IMG_20170720_155700.jpg (112.98 KiB) 767 mal betrachtet

Ich weiß, dass Bild trägt nicht viel Thema bei, aber ich liebe einfach solche technischen Detailansichten. Und wann kommt man schon mal dazu, so etwas zu sehen?
Der Motor wurde sorgfältig mit Diesel ausgespült und gereinigt. Dreck lag hauptsächlich in Form von Lack-Krümeln und Ölschlamm vor. Das Öl wird wohl auch schon etliche Jahre auf dem Buckel haben.
IMG_20170720_181802.jpg
IMG_20170720_181802.jpg (69.54 KiB) 767 mal betrachtet

IMG_20170720_181736.jpg
IMG_20170720_181736.jpg (86.22 KiB) 767 mal betrachtet

Fast wie neu :lol: Wenn das neue Öl drauf ist und der Motor einige Zeit gelaufen ist, wird das Öl noch einmal gewechselt. Dann sollte eigentlich der Dreck auch aus den kleinsten Ecken raus sein.

Genug für heute. Ich hoffe, zeitnah weiter berichten zu können.

Viele Grüße und noch einen schönen Abend
Christian

walchi
Beiträge: 164
Registriert: Mi 23. Okt 2013, 12:30
Meine Motoren: Warchalowski c110
warchalowski typ d
sendling ws 356
Coventry Victor wd2
Deutz mah 322

Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon walchi » Fr 21. Jul 2017, 07:05

Dann rein damit...tzd solte es nicht über api sg sein wegn zink gehalt und den lagermaterialien.
Hd sae30 legiert aber nicht "nur" für rasenmäher gerignet.
Micht interessiert die nockenwelle ...ist diese bei den deutz nur einseitig unten gelagert?
Hoffe auf schöne bilder und ein video wenn er fertig ist :D
Bei meinem 322 steht in der bal dass man papier und hilfdüse bei großer kälte starten kann bei mir sitzt das papier aber auch direkt gegenüber der düse. Es ist jedoch untersagt kraftstoff in di vk zu pumpen .

Benutzeravatar
StamoChristian
Beiträge: 50
Registriert: Do 8. Sep 2016, 21:56
Meine Motoren: Sachs Stamo 400 mit Conrad-Generator
Sachs Stamo 4 von 1943
Sachs Stamo 50
Sachs Stamo 14
Deutz MAH 916

Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » Mo 24. Jul 2017, 20:24

Guten Abend,
so, neues Öl hat der Deutz nun drauf. Ich habe ein gutes 15W40 API SF gewählt. Die Pumpe drückt das Öl gut durchs Pleuel, also wurde der Deckel samt neu geschnittener Dichtung aufgesetzt und verschraubt.
Die Nockenwelle scheint nur auf einer Seite gelagert zu sein, ja. Ich lasse mich aber gerne von erfahreneren Schraubern eines Besseren belehren :D
Mal in die heitere Runde gefragt: ich benötige die Einspritzleitung vom Umstellhebel zur Hauptdüse. Laut ETL D7476 ist das das Bauteil mit der Bild-Nummer 5170
Einspritzleitung.jpg
Einspritzleitung.jpg (175.72 KiB) 661 mal betrachtet

Hat jemand zufällig so ein Teil bei sich rumliegen, kann es anfertigen, kennt jemanden, der das kann usw.? Dann ist der Motor nämlich soweit vollständig und kann ausgiebig getestet werden (sofern die Hauptdüse in Ordnung ist :) ).
Ich wäre für jeden hilfreichen Tipp dankbar. Habe sämtliche Landmaschinenwerkstätten in der Nähe abgeklappert, die kriegen das nicht hin (Leitung dichtet über einen Konus ab, Rohr muss gebörtelt werden, kriegen die leider nicht hin bei Rohren diesen Durchmessers).
Hat jemand vielleicht auch Bezugsquellen für die beiden Kurbelwellenlager? Ich fürchte, da muss was gewechselt werden :|

Einen schönen Abend noch und viele Grüße
Christian

auge1806
Beiträge: 25
Registriert: Mo 27. Okt 2014, 17:27
Meine Motoren: Deutz :
MAH 711 MAH 611
Adler Kolbenpumpe
Wohnort: Hunteburg

Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon auge1806 » Di 25. Jul 2017, 15:18

Hallo
Ich habe mir Kupferrohr ( 6mm ) und die Übergänge beim Kältebauer geholt. Die haben alles da Kupferrohr ist Meterware. Musst du halt selber biegen. Übergänge werden angelötet und fertig.
Gruß Martin

Benutzeravatar
StamoChristian
Beiträge: 50
Registriert: Do 8. Sep 2016, 21:56
Meine Motoren: Sachs Stamo 400 mit Conrad-Generator
Sachs Stamo 4 von 1943
Sachs Stamo 50
Sachs Stamo 14
Deutz MAH 916

Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » Do 27. Jul 2017, 20:19

Guten Abend,
mh, einen Kältebauern haben wir nicht in der Umgebung, aber einen Spezialisten für Hydraulik, den werde ich mal kontaktieren. Diese Rohre und Verbindungen müssen ja auch sehr hohe Drücke aushalten können. Wie hoch ist eigentlich der Einspritzdruck beim MAH? 80 bar, 100 bar? Um einige Anhaltspunkte zu haben, damit ich dem Meister da in der Werkstatt ein paar Informationen liefern kann :D Selber biegen wäre auch eine Option, aber dafür muss ich auch erstmal die Teile besorgen. Und wenn die Werkstatt mir das gleich passend biegen kann, bin ich natürlich auch nicht böse (Muster habe ich aus Rundeisen gebogen) :mrgreen:
Das Typenschild ist nun bestellt und sollte nächste Woche kommen. Ich bin jetzt allerdings erstmal für eine Woche unterwegs, kann also keine großen Neuigkeiten in der Zeit verkünden.
Nochmal in die Runde gefragt: woher kann ich beide Lager für die Kurbelwelle neu erhalten? Ich kann zwar noch nicht einschätzen, in wie weit meine Lager durch sind, aber man kann ja vorher schon mal Bezugsquellen suchen und abspeichern.

Viele Grüße
Christian

Benutzeravatar
StamoChristian
Beiträge: 50
Registriert: Do 8. Sep 2016, 21:56
Meine Motoren: Sachs Stamo 400 mit Conrad-Generator
Sachs Stamo 4 von 1943
Sachs Stamo 50
Sachs Stamo 14
Deutz MAH 916

Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » So 13. Aug 2017, 17:07

Hallo in die Runde :D
Heute mal wieder ein kleiner Beitrag von meiner Seite aus. Große Dinge werfen ihre Schatten voraus :shock: Doch zunächst eine erfreuliche Nachricht: das neue Typenschild ist angekommen :mrgreen: Sieht sehr gut aus:
IMG_20170813_162633.jpg
IMG_20170813_162633.jpg (50.34 KiB) 456 mal betrachtet


Beim Auswaschen des Motors habe ich das Spiel im Pleuellager getestet (dran geruckelt :lol: ). Soweit war nichts festzustellen, was jedoch auffiel war, dass das Pleuel seitlich auf der Kurbelwelle ca. 2-3mm Spiel hatte. Habe mir dabei aber nicht weiter viel bei gedacht. Nun habe ich gestern mal an den Schwungscheiben gezogen bzw. gedrückt und musste feststellen, dass diese sich auch etwa 3mm Spiel haben (nennt sich das axiales Spiel?). Nun wird das wohl kaum normal sein, oder? :| Kann das mit defekten Kurbelwellenlagern zu tun haben? Auch die Laufgeräusche und das bereits weiter oben erwähnte klockern machen mir ein wenig Sorgen. Ich habe mich nun dazu entschlossen, die KW-Lager definitiv zu tauschen.
IMG_20170721_105128.jpg
IMG_20170721_105128.jpg (97.21 KiB) 456 mal betrachtet

IMG_20170721_105139.jpg
IMG_20170721_105139.jpg (117.53 KiB) 456 mal betrachtet

Es ist zwar nur ein kleiner Teil des Lagers zu sehen, aber können hier erfahrene Leute mal bitte ihre Meinung dazu mitteilen? Tauschen, nicht tauschen, andere Fehlerquelle? Sind diese Lager Standard-Teile, die man einfach bei der LaMaWe bestellen kann oder sind das Deutz´sche Spezialanfertigungen?
Kann mir jemand einen Hersteller für diese Lager empfehlen oder hat jemand zufällig noch zwei neuwertige Lager bei sich im Regal liegen? Maße wären auch schon mal gut, dann kann ich mich selber auch schon mal umhören. Die ET-Liste kann dazu leider keine Daten liefern.

Viele Grüße und einen guten Start in die neue Woche :mrgreen:
Christian

walchi
Beiträge: 164
Registriert: Mi 23. Okt 2013, 12:30
Meine Motoren: Warchalowski c110
warchalowski typ d
sendling ws 356
Coventry Victor wd2
Deutz mah 322

Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon walchi » Mo 14. Aug 2017, 01:30

ein gewisses spiel ist zwar ein muss aber nicht in deiner größenordnung :shock:
bei de kw lagern sollte wegen wälzlagerung eig kein spiel sein. ist ja fest-loslagerung. also dss auf jedenfall extrem...muss aber nicht zwangsläufig lager selbst sein. am besten du holst einen kollegern der dran zieht dass du siehst was sich innen bewegt.
das pleuel spiel ist auch recht heftig. neue lagerschalen kann man kaufen oder anfertigen .ich hab das bei mir mit anlaufscheiben gelöst...billig und funzt einwandfrei.
die kw lager sind in aller regel normteile und können bestellt werden. skf oder nke sind hier die gängigsten marken
mfg


 


  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag