Beinahe-Katastrophe am Sachs Stamo

Hier kommen die Probleme mit den Motoren rein

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StamoChristian
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Beinahe-Katastrophe am Sachs Stamo

Beitragvon StamoChristian » Mi 8. Mär 2017, 23:14

Hallo liebe Motorenfreunde,
mir ist (fast) etwas passiert, was man keinem Motorenliebhaber wünscht: ein kapitaler Kolbenfresser. Wie kam es dazu? Ich hatte den Stamo 4 vor einigen Tagen angeworfen, einfach um des Anwerfens-Willen. Bisschen Einlaufen lassen, mal etwas Freibrennen lassen. Ich hatte den Motor normal gestartet, er kam langsam auf Touren und nach kurzem warmlaufen nahm er das Gas auch gut an. Ich hatte den Hebel zwischen 1/2 und 3/4 Gas gestellt, das schien mit nicht zu hoch, um den Motor nicht zu überlasten. So lief er etwa drei, vier Minuten. Plötzlich wurde er langsamer und blieb mit einem *blllb* abrupt stehen, ohne das bekannte Nachpendeln wie zum Beispiel nach einem Knopf-Aus. Da wurde ich schon stutzig und mir kam langsam der gefährliche Gedanke eines Kolbenfressers in den Sinn :cry: Einige Stunden später habe ich ganz kurz und vorsichtig den Starterhebel runtergedrückt, um mir ein Bild der Lage zu machen. Der Kolben bewegte sich ca. 1-2cm (weil ich den Hebel nicht weiter bewegt habe), das jedoch unter erheblichem Widerstand mit knarzend-quietschendem Ton. Soweit "so gut", der Kolben bewegte sich in der Theorie noch. Vielleicht nur ein Kolbenklemmer. Durch das Zündkerzenloch habe ich dann eine gute Ladung WD-40 in die Runde gesprüht und einen Tag einwirken lassen. Siehe da, der Kolben bewegte sich wieder, leichtgängig und ohne Hakeln. Durch den Vergaserstutzen am Zylinder konnte ich keine Rillen und Riefen erkennen. Wohl nochmal Glück gehabt (?). Jedoch ist nun ein quietschen zu vernehmen, wenn man den Motor von Hand an der Riemenscheibe dreht. Ich konnte das Geräusch lokalisieren, es kommt vermutlich vom Pleuel. Nun möchte ich die Tage mal den Zylinder abnehmen, nochmals Kolben und die Laufflächen kontrollieren und das Pleuel und Pleuellager überprüfen. Vielleicht hilft auch dort ein guter Tropfen Öl, hoffentlich trocken und nicht kaputt.
Ich bin froh, dass der Motor noch nicht ganz verloren ist, jedoch möchte ich jetzt natürlich die Ursache wissen. Folgende Gründe kann ich mir vorstellen, bin mir aber nicht sicher, welcher ausschlaggebend war:

1) Zu wenig Kühlung: kann eigentlich nicht sein. Das Lüfterrad war nicht verdreckt, die Kühlrippen waren frei. Bei oben genannter Gashebelstellung kam am Zylinder ein kräftiger Luftstrom durch, Außentemperatur ca. 7°C.

2) Falsches Mischungsverhältnis: Auf der Bedienungsanleitung am Tank steht ein Verhältnis von 1:20. Das Gemisch aus dem Kanister hatte 1:25, wobei ich die Mischungen immer etwas fetter ansetze und immer einen kleinen Schluck Öl mehr beigebe. Das tatsächliche Verhältnis könnte also 1:22 gewesen sein. Da die heutigen Öle qualitativ hochwertiger sind als die von früher, ist dieses Mischungsverhältnis eigentlich in Ordnung.

3) Nicht lange genug Einlaufen lassen? War ich zu voreilig? Dabei hat der Motor vorher bereits einige Male gelaufen ohne zu Murren, auch bei hoher Drehzahl.

4) und das womöglich Wahrscheinlichste: Falsches Öl. Es kann sein, dass sich der geneigte Leser jetzt an den Kopf packt und im Dreieck springt. Ich verwende "spezielles" Öl SAE 30 für Viertakt-Kleinmotoren und Rasenmäher. Wie kam es dazu? Das möchte ich jetzt erklären. Als ich den großen Stamo 400 fit gemacht habe, habe ich bei der Landmaschinenwerkstatt den Zweitakt-Spezialisten gefragt, welches Öl man am besten nimmt. Im Internet war davon die Rede, dass Motorenöl der Viskosität SAE 30 bis 50 zu verwenden sei. Damals gab es ja meist nur das Einbereichsöl, was man fast überall draufgekippt hat. Besagter Spezialist empfahl mir besagtes Öl. Er selber hätte ein altes Mofa mit richtigem Zweitakt-Öl betrieben und als er es mal auseinander genommen hatte, wären alle Lager trocken gewesen. Daher nehme er auch das Viertakt-Öl. Begründung: das Zweitakter-Öl verbrenne in den alten Motoren zu rückstandslos und würde daher eine schlechtere Schmierwirkung haben. Daher wäre das SAE 30 besser. Gesagt, getan und der große Motor läuft mit dem Öl einwandfrei.
Jetzt bin ich natürlich verunsichert. Der 400er knabbert das Öl weg und läuft wie eine Eins (läuft öfter, höher und länger als der kleine Motor). Oder hatte ich bisher nur Glück und der Große hatte einfach noch keinen Fresser oder Klemmer? Braucht der vielleicht auch besser das Zweitakt-Öl? Ich würde gerne ein Öl für beide Motoren verwenden, sodass ich beide aus einem Kanister tanken kann.

Eure Einschätzung würde mich sehr interessieren. Wenn der kleine Motor wieder läuft, soll er schließlich noch lange und gut laufen. Bilder des Pleuels, Kolbens und Zylinders werde ich wenn es soweit ist, hier reinstellen.

Einen schönen Abend noch und viele Grüße
Christian

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Re: Beinahe-Katastrophe am Sachs Stamo

Beitragvon Hans » Do 9. Mär 2017, 08:24

Hallo Christian,
eine interessante Diskussion stößt Du da an. Eine Aussage verstehe ich allerdings nicht (gerade in Bezug auf die Lager):
StamoChristian hat geschrieben:Begründung: das Zweitakter-Öl verbrenne in den alten Motoren zu rückstandslos und würde daher eine schlechtere Schmierwirkung haben.

Die Lager werden doch immer mit frischem Gemisch geschmiert, da kann auch gar nichts "weg brennen", z.B. am Pleuel. Und auch die Laufbuchse erhält bei jedem Hub frisches Schmieröl von unten.
Hat der Zweitakt-Spezi diese Aussage näher erklärt?
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Grüßle,
Hans

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Re: Beinahe-Katastrophe am Sachs Stamo

Beitragvon wolfgangmarek » Do 9. Mär 2017, 09:13

Grüss Gott, ich denke mal, dein Gemisch hat sich entmischt, und du fast blankes Benzin durchgejagen hast--also ich verwende nur 2t Öl und obwohl sich dieses nicht entmischen sollte, schüttel ich den Kanister immer auf--Gruss Wolfgang

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Re: Beinahe-Katastrophe am Sachs Stamo

Beitragvon deutz93 » Do 9. Mär 2017, 10:31

Hallo Christian
Viertaktöl hat in einem Zweitakt Motor nichts zu suchen. Viertaktöle sind als Umlauföle konzipiert und
Verbrennen teilweise mit starken Rückständen die schädlich für den Motor sind. Und Viertaktöl ist nicht dafür gemacht sich mit Benzin zu mischen. Einfach Zweitaktöl verwenden im Mischungsverhältnis wie vom Hersteller vorgeschrieben ist und ohne den Extra Schluck zu viel. Weil Zweitakter können auch an zu viel Öl sterben. Und ohne last Bitte mit dem Gashebel ganz vorsichtig sein weil ganz schnell hast du ohne es zu merken Überdrehzahl.
Mfg.Max
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Re: Beinahe-Katastrophe am Sachs Stamo

Beitragvon StamoChristian » Do 9. Mär 2017, 19:15

Guten Abend,
ich danke Euch für die schnellen Antworten. Der Hauptübeltäter scheint also das falsche Öl zu sein. Dennoch will ich die gestellten Fragen beantworten bzw. weitere Erläuterungen geben.

An Hans: den exakten Gesprächsverlauf mit dem Spezialisten habe ich nicht mehr im Kopf, ist schon einige Monate her. Ich bin mir jedoch sicher, dass er gesagt hat, dass das heutige 2Takt-Öl zu rückstandslos verbrennt und daher im Bereich der Lager wohl keine so gute Schmiereigenschaften aufweist. Diese Aussage von ihm ist natürlich etwas sinnlos im Nachhinein, weil ja das frische Gemisch erst durch den unteren Bereich des Motors mit Pleuel usw. geschickt wird. Somit kann es gar nicht vorher verbrennen, da gebe ich dir vollkommen Recht. Eine nähere Erklärung dazu hat mir der Herr nicht gegeben. Ich habe da aber selber auch nicht groß weiter drüber nachgedacht um ehrlich zu sein, schließlich ist er ja der Fachmann dafür.
Was mich jedoch wundert ist, dass der große Motor das Öl so gut verträgt. Keine Mucken, Kolben ist schön leichtgängig und keine ungewöhnlichen Geräusche aus dem Kurbelwellen-Bereich.

An Wolfgang: die Mischung wurde von mir einen Tag vorher frisch angesetzt und kräftig durchgeschüttelt. Eigentlich dürfte sich da noch nichts entmischt haben.

An Max: wie gesagt, wider besserem eigenem Wissen habe ich halt das empfohlene Öl genommen und bei dem 400er auch keinerlei Probleme feststellen können. Danke für den Hinweis mit der Überdrehzahl. Der Hebel war auf 3/5 Gas eingestellt und mir persönlich erschien die dabei auftretende Drehzahl nicht als zu hoch. Ich bin ja auf der Suche nach einem Gerät zum Antreiben, dass der Kleine was zu tun kriegt :D Wie erkenne ich denn Überdrehzahl?

Kann ich denn die anderen möglichen Ursachen soweit vernachlässigen oder spielen die vielleicht auch noch eine Rolle, eine unglückliche Mischung aus allen vier?

Einen schönen Abend noch
Christian

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Re: Beinahe-Katastrophe am Sachs Stamo

Beitragvon wolfgangmarek » Do 9. Mär 2017, 20:00

Grüss Gott, eine Antwort gebe ich noch zum Öl,-- da unser Diesel immer mehr abgemagert ist,und auch bei 2T schütte ich immer etwas mehr 2T-öl in den Tank--auch in den Diesel, die Pumpe freut sich, da alle Elemente geschmiert werden-- Öl kann niemals schaden...Gruss Wolfgang

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Re: Beinahe-Katastrophe am Sachs Stamo

Beitragvon bastian » Do 9. Mär 2017, 20:19

Hallo,

denke auch, dass es an mangelnder Schmierung gelegen hat, warum auch immer.
Die Viskosität an sich stimmt, wobei bei den Sachs keine Mehrbereichsöle verwendet werden, sondern Viskoitäten von 30 bis zu 50, je nach Modell. Habe das aber nicht weiter verfolgt, da es bei den meißten das gleiche ist.

Zum 30er Rasenmäheröl: Alle meine 2-Taker bekommen entspr. mineralisches 2-Taktöl, nur ein Rasenmäher das 30er. Stammt aus ca. 1991 und bekam das wohl schon von Anfang an, laut Vorbesitzer. Hält auch große Lasten aus. Hat allerdings eine Ölpumpe, mischt es sich also selber.

Zu Überdrehzahl: Bei diesen Vergasern müsste die Höchstdrehzahl durch den Vergaser-Querschnitt geregelt sein. Also Vollgas ist im Leerlauf auch Höchstdrehzahl. Gibt man aber unter Last Vollgas und die Last fällt weg, ohne das Gas zu drosseln, kann er durch den Schwung höher drehen.
Oder so in etwa. Mit Regler erkennt dieser die zu hohe Drehzahl und regelt den GAshebel automatisch runter. Hat der VErgaser einen, kann er mit ausgehängtem selbstständig viel höher drehen!

Gruß,
Bastian

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Re: Beinahe-Katastrophe am Sachs Stamo

Beitragvon deutz93 » Do 9. Mär 2017, 20:20

Hallo Christian
Wenn der der Motor Leer läuft einfach den Motor mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen oder nur ganz bisschen Gas geben und wenn der Motor richtig was Arbeiten muss gerade so viel das er schön rund und Sauber läuft.Wurden bei dem Motor vorher neue Kolbenringe oder ein neuer Kolben eingebaut weil wenn die Ringe noch nicht zu 100 % Tragen kann die Wärme nicht Optimal abgeleitet werden und der Kolben dehnt sich dann so sehr aus das er im Zylinder klemmt.Und mit dem ÖL ich habe auch schon Sachen weil ich es erst nachher besser gewusst kaputt gespielt oder doppelt gemacht. Ich würde erstmal alles an dem Motor auf Schäden überprüfen und dann mal weiter sehen.
Mfg.Max
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Re: Beinahe-Katastrophe am Sachs Stamo

Beitragvon StamoChristian » Do 9. Mär 2017, 21:03

Hallo nochmal und besten Dank für die Antworten. Hier wird einem schnell und kompetent geholfen, top!
Ich habe mich nun dazu entschieden, die Motoren auf das richtige Öl umzustellen. Falsches Gemisch raus und eine frische, schöne, richtige Mischung ansetzen. Das wird das Beste sein, damit ich von den Motoren noch lange etwas habe.
Danke auch für die Information zur Überdrehzahl. Klar, wenn er durch den Schwung höher dreht, holt der sich ja automatisch mehr vom Vergaser und bleibt dann bei der zu hohen Drehzahl.
(Mal so nebenbei: wenn einer von Euch vielleicht eine kleine Wasserpumpe, kleinen Kompressor oder kleinen Stromgenerator jeweils mit Flachriemenscheibe hat und den nicht mehr braucht, bestünde bei mir Interesse :D Auf dem Fahrgestell ist noch ein bisschen Platz)
Der Motor ist bis auf den neuen Spritschlauch und den baugleichen aber gewechselten Sprithahn komplett unangetastet. Wenn überhaupt hat er neuen Kolben und Ringe vor über 50 Jahren bekommen, stand ja so lange auf einem Dachboden. Ich sage jetzt mal, dass da seit 74 Jahren noch der erste Kolben und Kolbenringe drin sind. Hat noch gute Kompression und läuft (bis letztens...) auch anständig. Ich werden die Tage mal den Zylinder abbauen und ins Innere gucken. Soweit scheint aber noch alles gut gegangen zu sein. Werde aber Fotos machen und hier berichten. Könnte vielleicht interessant werden.

Viele Grüße
Christian

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Re: Beinahe-Katastrophe am Sachs Stamo

Beitragvon gft » Do 9. Mär 2017, 23:21

Mal so ne blöde Idee eingeworfen,...
Was ist, wenn der Motor zwar das richtige oder halbwegs richtige Gemisch des Kraftstoff bekommen hat, aber an sich zu mager lief, also mit Luftüberschuss! Dann läuft er einfach heiß und bekommt dadurch einen Kolbenklemmer!

Der Vergaser war eeeewig trocken und könnte im Düsenbereich verharzt sein, was sich als Magermix zeigt! Zudem habe ich festgestellt, das sich die Kraftstoffqualitäten geändert haben, denn mein alter 30 PS Käfer BJ 60 läuft mit gereinigtem Vergaser auch zu Mager, braucht immer ein klein wenig Choke um Leistung zu bringen!
Soweit ich noch aus der Mofazeit weiss, sagte man früher mal, man nimmt Normalbenzin zum mischen, Super ist nix dafür!

Eine gute Messung währ die Abgastemperatur, wenn man nur ran kommen würde! Diese mit dem "Großen" verglichen, würde was bringen,..

Oder pauschal lieber den Vergaser zerlegen und ab ins Ultraschallbad mit entsprechenden Reinigern,....
Danach Schwimmerstand prüfen und mit neuen Dichtungen zusammenbauen, einstellen und ab geht`s,.....

Wie gesagt, nur so ne "blöde" Idee zum drüber nachdenken,..

Gruß,
Dieter


 


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