Kleine oder große Motoren ?

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Maytag Mann
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Kleine oder große Motoren ?

Beitragvon Maytag Mann » Sa 29. Mär 2014, 10:01

hallo Leute, ich werfe hier mal ein Thema in den Raum das auch bei uns hier in den USA immer mal diskitiert wird.
Bekannt ist ja das ihr in Deutschland nur Deutz sammelt ;) immer älter, größer und.....teurer. Ähnlich ist es auch hier, die Vielfalt ist zwar größer, aber wenn man sich auf Shows umschaut, ist da häufig nur die ältere Generation present. Der Nachwuchs, den jedes Hobby und jeder Club braucht um weiter zu bestehen kann sich leider aus Zeit und finanziellen Mitteln dieses Hobby in der Form nicht leisten. Einsteiger Motoren (Sachs, Ilo in Deutschland kommen da in Erinnerung), Briggs und Stratton, Maytag als bekannteste hier bei uns, werden oft nur als 2te Klasse Motoren angesehen.
Viele sind allerdings auch schon beinahe 100 Jahre alt, eine Restaurierung dieser frühen kleineren Motoren kann auch leicht viele Hunderte kosten.
Ich sehe diese aber als perfekte Einsteigermodelle da die Technik überschaubar ist und auch mit wenigen technischen Fertigkeiten der Einstieg in die Materie und das Hobby ermöglicht werden kann.
So,.... ist der Nachwuchs bei Euch gesichert und warum werden kleine Motoren (und ihre Sammler), nicht unbedingt abfällig geurteilt, aber vielleicht nicht ganz für voll genommen?
Ich häng hier mal ein paar Bilder dran was ich meine.
Cheers
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Re: Kleine oder große Motoren ?

Beitragvon BUMI » Sa 29. Mär 2014, 13:06

Moin, kleine Zweitakter haben schon was - beim Anschauen. Wenn sie laufen, ist das einfach nur gräßlich - es sei denn, sie treiben etwas an, so dass man sehen kann, wofür der Lärm gut ist.
Ältere und größere Motoren haben (meistens) etwas fürs Ohr und fürs Auge - das macht wohl den Reiz aus.
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Re: Kleine oder große Motoren ?

Beitragvon Christoph » Sa 29. Mär 2014, 18:34

hallo zusammen, ich denke auch dass die kleinen zweitakter eher was fürs auge sind. habe selbst einen im wohnzimmer stehen :mrgreen: bei den ammis sind die kleinmotoren laut den bildern wohl eher viertakter mit, in diesem fall sogar, offenen kipphebeln :!: und auf dem zweiten fotto, sind das wechselgesteuerte motoren oder schnüffler :?: würde mir auf jeden fall 100 mal besser gefallen als ein vergleichsweise einfacher zweedagter :D
den mittleren schwarzen motor auf bild 2 find ich hammer.
ps nur meine persönliche meinung :D

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Helmut
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Re: Kleine oder große Motoren ?

Beitragvon Helmut » Sa 29. Mär 2014, 20:48

Ich bin zwar "nur ein kleiner Kackermatz" mit meinem "Deutz MA 608" und dem "Pille-Palla", was ich sonst noch habe, aber trotzdem, so Unrecht hat Cheers nicht.
Gern schaue ich mir, als Eleve (der Standmotoren), die vielen Motoren auf YouTube an. Das Fasziniert mich schon und ich bewundere die schweren, und (für mich) riesigen Motoren und Gerätschaften. :o
Auch die Auflistung der vielen Motoren, von Forumsfreunden, beeindrucken mich…
Es gehören schon, außer das erforderliche "Kleingeld" und Fachwissen, Vorraussetzungen, wie Werkstatt mit Flaschenzug usw. dazu, um so ein Hobby zu frönen. Geschweige denn, von der Toleranz und Zustimmung der Familie, die natürlich zu jedem größerem Hobby gehören, wo der Idealismus, des Hobbyfreundes eine große Rolle spielt.

Unser "Nachwuchs" drückt sich die Nase platt, wenn ein 50ziger Roller (ohne Getriebeveränderung) 90zig fährt und der PKW-Auspuff "röhrt". :lol:
Ich habe mir, vergangene Woche einmal, das Auto der Jungs angeschaut und die haben dann meinen alten Motor "beschnuppert" und waren begeistert, auch von den 85 kg und 4 PS... :)
Alles Andere, wie die Präzision, mit der vor Jahrzehnten gearbeitet wurde, gar nicht zu reden - anderthalb Monate feilen, in der Berufsausbildung, ist heute leider üblich.
Ich muss bemerken, dass ich hier der Einzige in Weiten rund bin, der so ein Teil zeigen kann. Es ist in unserer Region leider selten.

Kleine Motoren sind schon, in technischer - (Werkstatt usw.), sowie finanzieller Hinsicht angebracht. Das "Leben" heute, kostet ja die "Stifter" ein Haufen Geld - Klamotten, Fahrzeugunterhaltung, Handy-, und PC-Kosten sollten wir nicht vergessen….Dass und das Hobby, der "Kinder" wird meistens von Eltern und Großeltern finanziert und damit sind schon Grenzen gesetzt….. :roll:

Ich finde es ist einfach Wurscht, aber schön, wenn sich der "Nachwuchs mit einem preislich günstigeren, kleineren Motor (von mir aus auch ein alter 2-Tackter) befasst und "Geschmack an dem schönen Hobby bekommt. (Es gibt ja leider sowieso viele, die ihren Tag auf andere Art und Weise "rumkriegen"…) :(
"Wer kein Hobby hat, ist tot" :-)))

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Re: Kleine oder große Motoren ?

Beitragvon Japa-Nese » Fr 4. Apr 2014, 18:15

Die wesentliche Frage scheint mir hier der nach dem Nachwuchs zu sein. Leider ist das ein Problem, mit dem alle Vereine kämpfen, ob nun offiziell oder nur Interessengemeinschaft wie wir. Das mag in einen Spezialitätengeschäft wie unserem besonders stark sein, wir können schließlich nicht in jedem Dorf Jugendgruppen betreiben wie die Schützen. Trotzdem glaube ich nicht, daß das ein Problem ist. Die bestehende Szene ist ja auch ohne Nachhilfe entstanden. Mein neunjähriger Sohn fragt seit sechs Wochen, wann er endlich den Rasen mähen darf, und saugt gierig jedes überzählige Billo-Werkzeug auf.

Was die Motoren betrifft: Natürlich bewundern wir die Dicken auf den Treffen, aber die meisten dieser Aussteller haben doch auch mal klein angefangen. Wenn ich mir die Preise für popelige Puch-Mopeds hier anschaue, würde ich mir sogar etwas weniger Interesse wünschen... Und so schade es ist, daß das eine oder andere Teil hinten runterfällt: Es liegt in der Natur der Dinge, daß die erstmal nur alt und keine Oldtimer sind. Man stelle sich vor, der gesamte Maschinenbestand der 30er existierte noch!

Im übrigen oute ich mich hiermit als Nachwuchs (max. 500 ccm, nichsooobesondersalt - also die Motoren)! Wenn ich endlich einen Dicken habe, fahre ich auch mal zum Treffen, worauf die Anwesenden über die alten Männer dort jammern werden...

Herzliche Grüße,

Steffen


 


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