Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Hier kommen die Probleme mit den Motoren rein

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StamoChristian
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Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » Sa 23. Dez 2017, 20:01

Die Kreissäge wurde einen Tag zunächst wieder "sicher" gemacht, also den Blattschutz wieder angeschraubt, die Lager abgeschmiert, die Rollen unter dem Schiebetisch wieder gängig gemacht und geölt und dann wurde mal der Riemen auf die Orgel gespannt :lol:
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Sieht stimmig aus :D
Läuft gut, nur der Motor verschiebt sich samt Wagen durch die Schwingungen, den muss ich mal festsetzen. Sägeblatt ist noch gut, muss aber geschärft werden. Aber für die ersten Probe-Schnitte hat es gereicht :D Hat der Motor endlich einen Sinn :lol:

Ups, hab ich ganz zu vergessen zu erzählen...zwei passende Riemenscheiben habe ich auf ibäh gefunden. Zusammen mit Matthias haben wir dem Anbieter direkt ein kleines Konvolut abgekauft, er zwei, ich zwei :) Passen perfekt, sind wahrscheinlich originale Riemenscheiben von Deutz. Die Rote hat die originalen Maße, 320mm Durchmesser, die kleinere 250mm Durchmesser.
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Beim Besuch von Matthias wurde die HaDü einigen Tests unterzogen. Direkter Start auf dieser mit Lunte geht wunderbar, ohne Lunte kurbelt man sich einen Wolf und nichts passiert. Was uns aufgefiel, dass es beim Start im Bereich der Zylinderkopfdichtung rausbläst. Es entweicht aber keine Kompression, nur beim starken Gas geben etwas Abgasqualm. Trotzdem wird eine neue Dichtung verbaut, denn:
Einen Tag später, während die Säge lief gucke ich...und staune. Am Einlassventil rutscht eine Hülse hin und her...das war doch sonst nicht so :?: Mir ist der äußere Teil der Ventilführung abgebrochen :shock: Aber nicht erst letztens, sondern die war schon von Anfang an kaputt. Sah sonst nämlich die ganze Zeit so aus:
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Das weiß ich so genau, weil ich dort in der Hülsenposition immer den Ventilstiel geölt habe. Nun beschleichen mich zwei Fragen:
wie kann das abbrechen? Dazu muss das Ventil doch irgendwann mal stark verkantet sein, oder nicht? Sonst können dort keine Kräfte auftreten, die die Ventilführung brechen lassen. Zweite und wichtigere Frage: Ersatz, woher nehmen, wenn nicht stehlen? Anfrage an Thomas ist raus, wer jedoch zwei Ventilführungen für den 916 noch haben sollte, möge sich bitte bei mir melden. Vielen Dank dafür schon mal.

Ich versuche, jetzt an den Feiertagen mal Videolinks einzustellen. Bisschen Material wäre da :lol:

Wie ihr seht, es ist viel passiert und es gibt noch viel zu tun. Im Januar geht's hoffentlich weiter. Ich wünsche Euch und Euren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein paar entspannte Feiertage.

Viele Grüße
Christian

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Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon Quiesel » Sa 23. Dez 2017, 23:09

Hallo Christian,
Ich kann mir nicht vorstellen das ein Ventil soviel radiale Kraft aufbringen kann um die Führung zum abreißen zu zwingen.
Eine Materialermüdung oder einen Materialfehler in verbindung mit der jahrelangen Vibration scheint mit warscheinlicher. Egal wie, nutzt nix - eine neue Führung muss bei ;)
Beim ein und Ausbau stehe ich mit Wort und Schrift zur Verfügung wie besprochen. Ist kein Hexenwerk das ganze.
Eine schöne Säge hab ich dir da vorbei gebracht, gefällt mir selbst auch gut 8-)

Viel Spaß weiterhin mit dem deutz, das nächste zusammen treffen findet bei mir statt :D

Dir auch ein frohes Fest!

Gruß
Matze

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Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » Di 26. Dez 2017, 20:53

Hallo zusammen und etwas verspätet Frohe Weihnachten :D

Eine neue Zylinderkopfdichtung ist geordert und an den Führungen bin ich dran :)
Und ich habe es endlich hinbekommen, mal ein paar Videos hochzuladen.

Älteres Video, noch mit der alten Hauptdüse und der Aluminiumleitung mit geklebtem Dichtkonus
https://youtu.be/7q7bgYmNsa4

Video von der Kreissäge, man achte auf den Treibriemen :lol:
https://youtu.be/odGsyUNfL10

Ein Video vom Start und Umstellen folgt demnächst noch.
Wünsche Euch einen guten Start in die kurze Arbeitswoche und viele Grüße
Christian

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Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » Mo 1. Jan 2018, 19:31

Guten Abend und ein Frohes Neues Jahr! :D
Neues Jahr, neues Glück, neue Vorsätze. Ein wichtiger Vorsatz für mich ist es, meinen Deutz wieder fit zu machen. Das mit den Ventilführungen läuft, denke ich. Die benötigen Teile sind beordert und auf dem Weg. Um-, Ein- und Zusammenbau sollte ich hinbekommen, weil ich auf Eure tatkräftige Unterstützung hoffen kann :) Es wird bebildert berichtet.
Als zweites Problem bahnt sich der Tausch der KW-Lager an. Und genau dazu heute mein Anliegen: Ich suche zwei neue Lager für die Kurbelwelle. In der ETL steht kryptisch:
- Bild-Nr. 508 Ring-Rillenlager (auf Lagerschildseite)
- Bild-Nr. 509 Ring-Zylinderlager (auf Steuerseite)
Jedoch stehen da keinerlei Maße oder DIN-Nummern für die Lager drin. Kann mir da jemand weiterhelfen (Maße oder Nummern), dass ich die schon mal bestellen kann? Oder hat jemand vielleicht zufällig passende neue Lager bei sich noch liegen? Muss es zwingend ein Zylinderlager sein oder kann man auch einfach ein Kugellager mit entsprechenden Maßen einbauen, nimmt sich ja eigentlich nichts, oder?
Mein Ziel ist es, den Motor bis Ende Januar wieder fit zu haben. Es wird jetzt bei mir auf der Arbeit ruhiger, daher hoffe ich, das zu schaffen.

Wünsche noch einen schönen Abend und viele Grüße
Christian

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Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » Fr 5. Jan 2018, 20:19

Guten Abend,
der bestellte Zylinderkopf ist am Dienstag angekommen und heute habe ich es geschafft, die benötigen Teile auszubauen.
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Frohen Mutes und mit einer vollen Dose WD40 ging es frisch ans Werk. Erst Ventilfedern und Federteller runter, dann die Einspritzdüse abgebaut, Düsenhalter-Bolzen, etc.
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Und genau der äußere Teil der Ventilführung ist mir an meinem Deutz abgebrochen :roll:

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Und schwupps, war die Führung am Einlassventil draußen. Ein paar beherzte Schläge und dann kam sie Stück für Stück aus ihrer Passung.

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Das Auslassventil war ein wenig verbogen und konnte so nicht aus der Ventilführung herausgezogen werden. Also wieder ein paar gezielte Schläge mit einem kleinen Hammer um den Stiel wieder auf Kurs zu bringen.
(Fortsetzung folgt)

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Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » Fr 5. Jan 2018, 20:32

Nachdem auch das Auslassventil entfernt wurde, konnte auch diese Führung vorsichtig ausgetrieben werden.
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Da Ordnung das halbe Leben ist, wurden die Teile feinsäuberlich sortiert :lol: Getreu dem Moto: "Das Genie überblickt das Chaos" :D
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Alle Teile wurden daraufhin noch gereinigt und wieder leicht eingeölt, damit nichts anfängt, Flugrost anzusetzen.
Der Plan sieht wie folgt aus: Die Teile liegen soweit bereit, eventuell besorge ich mir noch eine Reibahle für die Führungen, um diese auszureiben (Danke für den Tipp, Matthias ;) ), wobei ich einfach mal keck auf mein Glück poche, dass auch nach dem Einbau die Ventile sauber und leichtgängig hin- und hergleiten. Ich visiere für ZK-Abbau, Ausbau der defekten Führung und Zusammenbau einen strammen Nachmittag ein, also so gut drei bis vier Stunden. Ich tausche übrigens nur die defekte Führung am Einlass aus, die am Auslass ist noch in Ordnung (zumal meine Ersatz-Auslass-Führung innen Korrosion schwach angesetzt hatte). Des Weiteren werde ich die Ventilfedern tauschen (meine sind angerostet und die "neuen" sehen noch top aus), ebenso Federteller, Ventilkeile und den Sprengring. Dann müsste der Deutz am Sonntag Abend wieder laufen :D

Wünsche noch einen schönen Abend und viele Grüße
Christian

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Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon wolfgangmarek » Fr 5. Jan 2018, 21:37

Grüss Gott, jeder kann ja nehmen was er will, aber ich sehe es so: WD 40 ist ein Feuchtigkeitsverdränger( Water Des? 40. Versuch), mein englisch in Schrift ist nicht die beste- wir haben es ausprobiert, WD 40 hat fast der gleiche Geruch wie mein Kontaktspray-ich bin wieder auf die altbewärten Rostlöser zurückgekommen-oder Bremsflüssigkeit- das ist meine Meinung... Gruss wolfgang

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Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » Mi 2. Mai 2018, 22:28

Guten Abend,
ker ker ker, Anfang Januar war hier der letzte Beitrag :shock: Langsam wird Zeit für ein kleines Update. Im Grunde ist in der Zwischenzeit am Deutz nicht viel passiert. Drei Motoren kamen bis jetzt noch hinzu und irgendwie war die Zeit dann doch ganz schön schnell rum.
Was ist nun passiert? - Nichts! Der Weg der Erkenntnis ist lang und steinig :roll: Der Zylinderkopf respektive Ventilführung und Ventile passten nicht. Der war vom 914 und ich dachte, ZKs vom 914 und 916 wären gleich groß, weil es auch in der Ersatzteilliste nicht anders beschrieben ist. Eine ET-Nummer für anscheinend zwei unterschiedlich große Köpfe und Teile. Nun ja, Schwamm drüber. Mein Schlacht-Zylinderkopf ist schon seit etlichen Wochen beim Kumpel, der ihn dankend annahm und weiterverwenden konnte (Grüße an Dich, Matze :D )
Folglich wurden die Ventilführungen nicht ausgetauscht, denn: folgender Gedankengang: ich hab am 914er Kopf gemessen. Die Führung guckt ca. 3 cm raus und ist 6cm tief im Zylinderkopf. Am 916 ist der ZK nochmal deutlich wuchtiger, entsprechend sind auch die Ventilführungen größer bemessen und es ist "nur" der äußere Teil abgebrochen. Im Zylinderkopf geben also immer noch 6 cm mindestens dem Ventil Halt und Führung. Ich weiß, dass ist fast schon Ketzerei, aber ich sag: Das passt trotzdem so! :o :lol: Ich glaube, da brauche ich nix dran machen, er lief und läuft damit super, kein Ventil-Klemmen oder sonst irgendwas. Ich lasse das nun so, wie es ist.
Eine neue Zylinderkopfdichtung ist dennoch verbaut worden. Die alte blies seitlich ein bisschen raus, jedoch ohne Kompressionsverlust.
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Lauffläche im Zylinder sieht noch sehr gut aus, keine Macken, keine Schrammen. Alles schön sauber gemacht und nach Betriebsanleitung die Muttern wieder angezogen. Hält! :mrgreen:

Große Baustelle sind nun noch die Kurbelwellenlager, die ich definitiv bis Ende Juni, eigentlich schon bis Ende Mai fertig haben will. Ende Juni hab ich praktische Abschlussprüfung zum Gesellen und da würde ich einfach gerne den Kopf frei haben zum vorbereiten. Nun bin ich im Deutz-Forum über zwei Lager-Nummern gestoßen:
Kugellager 6412
Zylinderrollenlager N312
Kann mir bitte jemand bestätigen oder widerlegen, dass DAS die Lager sind? Gab es verschiedene Ausführungen der Kurbelwelle oder die der Lagerschilde (Außer die bei der Einrad-Version eventuell)?
Wenn die aller Wahrscheinlichkeit nach passen, würde ich die bestellen, dass ich alle Teile da habe, wenn ich anfangen möchte.
Hat jemand die Maße für die Dichtringe zufällig da? Eventuell sind ja Filzringe (?) verbaut, wenn die noch gut sind, kann ich die wiederverwenden? Das Öl wird ja durch das Flatterventil sozusagen wieder "reingesaugt".
Was kann man zeitlich etwa für den kompletten Wechsel einrechnen? Angefangen vom Lösen der Schwungscheiben bis zum Festschrauben der Schwungscheiben-Muttern? Kumpel ist wieder mit dabei, zwei motivierte Jungs also. Ich rechne mit einem Wochenende: Freitag abends anfangen, eventuell Nachtschicht und Samstags vormittags weiter machen bis fertig. Ist das realistisch? Ich gehe vom Optimalfall aus, dass ich keine Werkzeuge von der LaMaWe noch holen muss oder sonstige Katastrophen auf mich warten.

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Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » So 15. Jul 2018, 21:41

Guten Abend liebe Motorenfreunde,
wie war das in meinem letzten Beitrag? Ende Mai Lager getauscht haben? :lol: Es ist nun Mitte Juli, ich habe die Gesellenprüfung zum Gärtner im Fachbereich Zierpflanzenbau erfolgreich bestanden und hab ne Festanstellung. Jetzt ist Zeit für den Deutz :D
Nachdem ich in optimistischer Hoffnung alle Teile und Werkzeuge zusammen gesucht und geliehen hatte (Danke an Matthias und Björn :mrgreen: ), konnte es losgehen.
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Die dicken Muttern waren für den Schlagschrauber kein Problem, die gingen wunderbar lose. Dann Abzieher drauf und Spannung drauf gegeben. *Flop*, die erste Schwungscheibe ging sofort ohne große Mühe runter. Die zweite wollte erst nicht, also wurde sie mit dem Abzieher unter Spannung gebracht und die Scheibe mit dem Gummihammer ein paar mal bearbeitet, *flop* zweite Scheibe auch lose. Dann mit Hilfe von Trecker und Frontlader abgenommen.
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Immerhin hat eine Scheibe ein stolzes Gewicht von 80kg, das ist pro Scheibe mehr wie ich wiege :lol:
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Re: Fragen zum Deutz MAH 916 und Instandsetzung

Beitragvon StamoChristian » So 15. Jul 2018, 22:05

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15 11

Könnte das eventuell das Datum des Gusses sein? 15. November? Oder ein Kürzel für die Gießerei? Das brennt mir schon von Anfang an unter den Nägeln, was die Zahlen zu bedeuten haben :D (Vom Band ging mein Motor am 4.4.1949)

Nun ging es ans fröhliche demontieren der Lagerschilde und dem Ausbau der Kurbelwelle. Eine Arbeit, die ich gehofft hatte nie machen zu müssen :? Aber bereits beim Kauf des 916 war klar, dass die KW-Lager erneuert werden müssen. Nutzt ja nix.
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Wir stellen fest, das Lager ist leicht angerostet :shock: Woher die Feuchtigkeit kam, keine Ahnung. Fakt ist: Kurbelwelle und innere Teile sind definitiv nicht vom Rost betroffen.
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Wir lesen 3nu14...da hat einer gepennt :lol: Es ist ein Zylinderrollenlager NU314

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Das andere Lager. Klar zu erkennen: NU414.
Daraus ergibt sich bzw. ergab sich nun ein elementares Problem:
Im Internet, präziser im Deutz-Forum, wurde in einem Bericht über einen MAH 916 geschrieben, dass ein Kugellager 6412 und ein Zylinderrollenlager N312 benötigt werden (siehe Beitrag vom 2. Mai), in blindem Vertrauen habe ich solche Lager nun beordert...und passen halt nicht :shock: Ich habe zwei Zylinderrollenlager verbaut (ETL sagt Kugel + Zylinder). Gab es bei Deutz mal interne Änderungen in der Bauweise, von wo an großere Lager verwendet worden sind? Ich bitte um Informationen dazu, wäre sicher auch für andere 916-Besitzer gut zu wissen.
Ich hab zum Glück einen Händler gefunden, der Lager dieser Größe zu einem guten Preis anbietet. Aber nicht das 414. Dieses gibt es wie ich geguckt habe nur bei SKF oder FAG...für 750-850€ :shock: :? Es ist nun so: das 314 ist definitiv fritte, ist schon bestellt. Das 414 wurde von mir gründlich getestet und untersucht. Es dreht leicht, Hakelt und Ruckelt nicht, keine Geräusche, kein Lagerspiel. Folglich lasse ich das 414 drin. Für meine Zwecke wird das 414 (sofern es nicht schon mal getauscht wurde) auch nochmal 60 Jahre halten.

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Nach einiger Demontage, Schraubenschlüssel schwingen, mehreren Flüchen, öligen Unterarmen und einigen Kilometern Putztüchern war es soweit.

(Fortsetzung folgt)


 


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