Cunewalder Verdampfer LD 130

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Oldifan
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Cunewalder Verdampfer LD 130

Beitragvon Oldifan » So 16. Apr 2017, 14:16

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Hallo Motorenfreunde!

Habe zum Jahresanfang einen Cunewalder LD 130 erstanden. Seitdem steht er wegen Zeitmangel bei mir eher unbeachtet in der Ecke. Außerdem konnte ich noch nicht so viel damit anfangen, weil er über keinen Unterbau oder ähnlichem verfügt. Nun ist bei mir erstmal der Bau eines Fahrgestells angesagt, damit ich ihn überhaupt zu Reinigungs und Inspektionszwecken bewegen kann.

Mein Plan aber ist es demnächst, den Motor von den Schwungscheiben zu befreien, damit ich ihn ordentlich säubern kann. Danach möchte ich dem Motor einen neuen Anstrich zukommen lassen. So wie er jetzt dasteht ist es nicht gerade ein schöner Anblick.
Und da es nicht gerade ein seltenes unbezahlbares Einzelstück ist, mache ich mit einer Farbgebung ja wohl nicht den großen Fehler der Unberührtheit. Die vorhandene "Patina" ist für mich nicht so erhaltenswert.

Natürlich werde ich auch den Motorinnenraum reinigen und optisch unter die Lupe nehmen, aber was nicht unbedingt auseinander genommen werden muss werde ich so belassen wie es ist.
Dennoch habe ich einige Fragen an die Kenner hier im Forum.

- Wie fest sind die Schwungscheiben? Reicht da ein passender Abzieher?
- Sollte ich den Kopf demontieren um evtl. Ablagerungen durch Rost und Kesselstein zu entfernen oder einfach den Kopf drauflassen?
- Und wenn ja den Kopf runter, was erwartet mich bei der Kopfdichtung? Da werde ich doch sicher eine neue brauchen?
Oder kann man die selber anfertigen?

Was mich noch interessieren würde: Gibt es irgendwelche Literatur über die Motoren von Cunewalde? Oder Broschüren, einfach was zum Nachlesen?
Bisher habe ich als Kopie eine Bedienungsanleitung.

Vielen Dank schonmal über eure Beiträge dazu! Ein schönes Osterwochenende noch für alle wünscht Oldifan Jörg.
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Re: Cunewalder Verdampfer LD 130

Beitragvon Christoph » So 16. Apr 2017, 15:04

Hallo,
ich würde den motor nicht lackieren.
saubermachen und mit leinöl versiegeln :!:
patina ist alles :roll:
gruss christoph

Borstel
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Re: Cunewalder Verdampfer LD 130

Beitragvon Borstel » Mo 17. Apr 2017, 17:45

Hallo!

Schöner Motor ! Ob mit Patina oder neuer Farbe muß wohl jeder selbst entscheiden.
Zu deinen Fragen: Die Schwungräder sitzen normal auf Konus, nicht mehr oder weniger fest als bei anderen Motoren dieser Größe.
Den Zylinderkopf würde ich auf jeden Fall demontieren. Schon um die Ventile einzuschleifen und die Kolbenringe zu prüfen.
Der Kopf geht eher schwer ab. Sitzt meist auf der Laufbüchse fest , die in den Kopf hineinragt.
Die Zylinderkopfdichtung sollte man beim Diesel schon neu nehmen, wichtig sind beim LD130 auch die Dichtringe an den Stößelstangen.
An Literatur habe ich nur eine Teileliste und eine Betr.anleitung.

Bis bald!

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Re: Cunewalder Verdampfer LD 130

Beitragvon Oldifan » Do 20. Apr 2017, 19:06

Vielen Dank erstmal.
Das mit der Farbe werde ich mir noch überlegen, obwohl ich selber der Meinung bin, dass der Motor im Moment nun wirklich nicht gut aussieht. Trotz der Patina. Ich habe einen Colo mit Speichenschwungrädern und herrlicher Optik. Der sieht natürlich geil aus mit der vorhandenen Patina. Aber da wird der LD 130 nie rankommen. Aber wie schon gesagt ist das ja eh Geschmackssache. Vielleicht werden mich dann mal meine Nachfahren deswegen verfluchen, wenn ich nun die Farbe erneuere.

Borstel

Das mit dem Kopf ist einleuchtend. Lieber runternehmen und reinigen, Ventile und Sitze anschauen und einschleifen.
Aber woher dann eine neue Kopfabdichtung? Kann man die selber anfertigen? Und was für Dichtungen sind an den Stößelstangen verbaut?

Und die Kontrolle der Kolbenringe bedeutet ja dann die Demontage des Kolbens bzw. des Pleuels?

Viele Grüße. Oldifan

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Re: Cunewalder Verdampfer LD 130

Beitragvon Borstel » Mi 26. Apr 2017, 09:15

Hallo!

Wenn Material vorhanden ist , kann man die Zylinderkopfdichtung auch selbst anfertigen. Eine Brennraumeinfassung ist ,durch den Bund an der Laufbüchse ,nicht notwendig.
Am Zylinderkopf sind bei den Durchführungen der Stößelstangen Dichtringe verbaut.
Dichten auf der Fläche und sollten dann auch genau so stark wie die Zylinderkopfdichtung sein.
Um die Kolbenringe zu prüfen muß der Kolben schon ausgebaut werden.

Bis bald!

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Re: Cunewalder Verdampfer LD 130

Beitragvon walchi » Mi 26. Apr 2017, 19:01

Ich lass mir auch eine neue dichtung in wien bei wolf dichtungen anfertigen
Bei mir ist auch ein bund in der laufbuchse und tzd ist die zkd von brandspuren angenagt...hab mich auch mit dem gedankn gespielt wieder so zusammenbaun aber investier lieber in was das länger halt bevor ich dann nur ärger und doppelte arbeit habe :lol:


 


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