Meine "Neu"-Anschaffung: Sachs Stamo 12

Hier könnt ihr euren Motor oder euer Fahrzeug vorstellen. Egal ob restauriert oder nicht!

Moderatoren: MotorenMatze, meisteradam, Junkersonkel

Benutzeravatar
StamoChristian
Beiträge: 82
Registriert: Do 8. Sep 2016, 21:56
Meine Motoren: Sachs ST 400 mit Conrad-Generator
Sachs Stamo 4 von 1943
Sachs ST 50
Deutz MAH 916
Sachs Stamo 14
Deutz MA 608 (Vögele-Motor)
VEB Barkas EL150
Sachs Stamo 9
Farymann E
Deutz MAH 711

Meine "Neu"-Anschaffung: Sachs Stamo 12

Beitragvon StamoChristian » Mi 15. Feb 2017, 20:13

Guten Abend liebe Motorenfreunde,
ich bin gerne auf den bekannten Kleinanzeigen-Seiten unterwegs und da ist mir ein kleiner Motor ins Auge gestoßen. Ein wunderschöner, wirklich gut erhaltener Sachs Stamo 12. Laut der Motornummer und einer kleinen Suche im Internet konnte ich das Baujahr auf 1943 datieren. Ein stolzes Alter von 74 Jahren!
Zur Vorgeschichte: der Motor war und ist auf einem Fahrgestell montiert und er diente zum Antrieb eines Kompressors. Der Vorbesitzer hat dann den Kompressor abgebaut und mit einem Elektromotor angetrieben. Der Motor wanderte mit Gestell auf den Dachboden. Beim Aufräumen ist er dann wieder hervorgeholt worden - nach 40 Jahren! Also angefragt und einen Besichtigungstermin vereinbart. Ich wollte mich zunächst von der Funktion überzeugen. Der Besitzer hatte selbst versucht, ihn für diesen Tag wieder flott zu machen, dabei ist jedoch der Benzinhahn zerbrochen. Zudem würde die Schwimmernadel festhängen. Macht aber nichts. Die Hauptsache war für mich, dass er einen schönen kräftigen Zündfunken hat (*hust* *hust* die Erfahrung lehrte mich, dass ich an eine Zündanlagen-Reparatur scheitere *hust* ;) ). Dieses war auch der Fall und so wurde der Motor gekauft. Und nun steht er bei mir :D
IMG_20170206_170810.jpg
IMG_20170206_170810.jpg (110.83 KiB) 1358 mal betrachtet

IMG_20170206_170827.jpg
IMG_20170206_170827.jpg (117.53 KiB) 1358 mal betrachtet

Auch die Bedienungsanleitung am Tank war gut zu lesen und nicht verrostet.
IMG_20170206_170755.jpg
IMG_20170206_170755.jpg (110.69 KiB) 1358 mal betrachtet


Von einem anderen Motor konnte ich den Benzinhahn ersetzen, exakt die gleiche Bauweise. Lediglich die Korkdichtungen musste ich selber neu anfertigen. Nun war auch dieser dicht und konnte angeschraubt werden. Der Tank ist von innen nicht angegammelt, keine trockenen Öl-Brösel, ein Tank wie er sein soll.
Ich als Optimist habe natürlich direkt ein wenig Sprit eingefüllt und den Hahn geöffnet. Hahn=dicht, Spritschlauch=Sieb :lol: Also zur Landmaschinenwerkstatt gefahren und einen neuen pressen lassen. Die alten Anschlüsse konnten noch wiederverwendet werden.
IMG_20170207_171251.jpg
IMG_20170207_171251.jpg (116.53 KiB) 1358 mal betrachtet

IMG_20170208_163625.jpg
Vergaser und Ansaugkrümmer wurden auch mal gereinigt
IMG_20170208_163625.jpg (128.56 KiB) 1358 mal betrachtet


Ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen. Daher setze ich hier nun ein "Fortsetzung folgt" :D Morgen geht's weiter.

Viele Grüße
Christian

Benutzeravatar
bastian
Spezialist für Sachs Motoren
Beiträge: 409
Registriert: So 7. Feb 2010, 12:04
Meine Motoren: -
F&S Stamo 120 ccm liegend
F&S Stamo 4
F&S Stamo 21
F&S ST 50 2x
F&S ST 51
F&S ST 75 RM
F&S ST 76 RM
F&S ST 96 L
F&S ST 100 2x
F&S ST 126
F&S SB 77
F&S SB 93
F&S SB 130L
F&S SB 151
Kontaktdaten:

Re: Meine "Neu"-Anschaffung: Sachs Stamo 12

Beitragvon bastian » Mi 15. Feb 2017, 20:26

Hallo Christian,

da hast du dir ja was schönes altes in sehr gutem Originalzustand zugelegt.
Zur Vollständigkeit: Es ist sein Stamo 4 ;-)

Gruß,
Bastian

hdc
Beiträge: 12
Registriert: Sa 25. Jan 2014, 15:18
Meine Motoren: diverse Hatz-Diesel,verschiedene Benziner . Deutz MA 608 ,

Re: Meine "Neu"-Anschaffung: Sachs Stamo 12

Beitragvon hdc » Mi 15. Feb 2017, 20:47

Herzlichen Glückwunsch zu diesem schönen Motor.
Hoffentlich kannst du jetzt bald ein RÄNG TÄNG TÄNG Konzert genießen . ;) ;) :lol: :lol: :lol: :lol:
Gruß aus Ostfriesland
Heinz-Dieter

Benutzeravatar
StamoChristian
Beiträge: 82
Registriert: Do 8. Sep 2016, 21:56
Meine Motoren: Sachs ST 400 mit Conrad-Generator
Sachs Stamo 4 von 1943
Sachs ST 50
Deutz MAH 916
Sachs Stamo 14
Deutz MA 608 (Vögele-Motor)
VEB Barkas EL150
Sachs Stamo 9
Farymann E
Deutz MAH 711

Re: Meine "Neu"-Anschaffung: Sachs Stamo 12

Beitragvon StamoChristian » Do 16. Feb 2017, 22:07

Guten Abend,
wie versprochen kommt heute eine kleine Fortsetzung.
Doch zuvor zunächst an Bastian: Wenn ich so neugierig fragen darf: woran machst du fest, dass es ein Stamo 4 ist? Die Informationen habe ich von dieser Internetseite http://www.sachs-stationaermotoren.de/s ... krieg.html Wirklich sehr informativ. Und unter der Rubrik "Vorkriegsmotoren" ähnelt der Stamo 12 meinem Motor exakt. Jedoch sind die 12er und die 4er vom "Grundaufbau" bzw. von den Motorendaten her gleich. Hubraum 120ccm, Hub 54cm und Bohrung auch 54cm. Jedoch unterscheiden sie sich in der Anbringung des Ansaugkrümmers, wobei das natürlich ein einzelnes Bauteil ist, welches auch auf einen anderen Motor dranmontiert werden kann. Ist jetzt der Stamo 12 eine Art Bruder des Stamo 4? Wobei beide von der Grundstruktur auf den Stamo 2 basieren (nach meiner Theorie).

An Heinz-Dieter: Ich hoffe, ich nehme dem Beitrag jetzt nicht die Spannung, aber der Motor läuft schon wieder :D Sehr schöner Klang.

So, Benzinhahn und Spritleitungen sind wieder angebaut und dicht. Nun zum Vergaser, wo die Schwimmernadel angeblich festhing. Diese alten Vergaser sind ja herrlich simpel zu demontieren, sodass ich auch als wenig erfahrener Schrauber dran rumbasteln kann :lol: Also alles vorsichtig auseinander genommen.
IMG_20170209_163606.jpg
IMG_20170209_163606.jpg (118.12 KiB) 1288 mal betrachtet

Ein Schwimmer aus Kork! Sowas habe ich auch noch nicht gesehen. Und Spitzenmäßig erhalten, nichts angegammelt, nichts morsch geworden. Top! Auch die Schwimmernadel-Düse wurde rausgeschraubt und gereinigt, ebenso die Nadel. Es waren an keinem der beiden Bauteile Schäden auszumachen, keinerlei Kratzer oder Sonstiges. In der Trockenübung schließt die Nadel sauber ab. Alles wieder behutsam eingebaut und auch den Schwimmer in der gleichen Position mit der Klemme fixiert (erste Rille von unten).
Die Zündkerze wurde lediglich mit einer Messingbürste gereinigt. Auch nach über 40 Jahren funktioniert sie einwandfrei.
Dann konnte es losgehen :D Ein schönes Gemisch angesetzt, etwas fetter gemacht, damit der Motor nach so langer Standzeit eine erste gute Schmierung erhält. Eingefüllt, Hahn auf, Tupfer gedrückt und angeworfen. Lief sofort auf den ersten Schlag an. Ein schönes Geräusch!
Natürlich gibt es bei dem Motor hier und da noch kleinere Problemchen. Eines möchte ich heute gleich ansprechen, wo wir grade schon bei der Schwimmerkammer waren. Normalerweise drückt man den Tupfer und wartet, bis oben aus der Tupferkappe der Sprit rausläuft. Nun ist bei dem Vergaser genau mittig unter dem Kolbenschieber ein Loch im Boden. Dort tropft es bereits vorher raus, sodass das Benzin in der Schwimmerkammer erst gar nicht bis ganz oben aufsteigt. Nun habe ich mich mal ein wenig im WWW umgeschaut und bin nun fast davon überzeugt, dass das der Überlauf des Vergasers ist. Kann das so stimmen? (Habe leider versäumt ein Bild zu machen, reiche es aber gerne nach)

Der Motor war von einer Schicht aus Öl und Dreck bedeckt, sodass dieser von mir die letzten Tage gereinigt wurde. Ich denke, dass er sich SO nun wirklich sehen lassen kann:
IMG_20170216_115453.jpg
IMG_20170216_115453.jpg (156.12 KiB) 1288 mal betrachtet

IMG_20170216_115511.jpg
IMG_20170216_115511.jpg (157.64 KiB) 1288 mal betrachtet

IMG_20170216_115523.jpg
IMG_20170216_115523.jpg (124.41 KiB) 1288 mal betrachtet

Ja gut, der Tank muss noch gesäubert werden, das mache ich jetzt die Tage.
Und zum Schluss einmal das Typenschild:
IMG_20170216_115501.jpg
IMG_20170216_115501.jpg (100.33 KiB) 1288 mal betrachtet


So denn, das wäre es für heute wieder. Morgen möchte ich dann einmal auf einige kleine Auffälligkeiten/Probleme des Motors zu sprechen kommen. Werden sich sicher auch gut lösen lassen.

Einen schönen Abend wünscht mit vielen Grüßen
Christian

Benutzeravatar
bastian
Spezialist für Sachs Motoren
Beiträge: 409
Registriert: So 7. Feb 2010, 12:04
Meine Motoren: -
F&S Stamo 120 ccm liegend
F&S Stamo 4
F&S Stamo 21
F&S ST 50 2x
F&S ST 51
F&S ST 75 RM
F&S ST 76 RM
F&S ST 96 L
F&S ST 100 2x
F&S ST 126
F&S SB 77
F&S SB 93
F&S SB 130L
F&S SB 151
Kontaktdaten:

Re: Meine "Neu"-Anschaffung: Sachs Stamo 12

Beitragvon bastian » Fr 17. Feb 2017, 20:08

Doch zuvor zunächst an Bastian: Wenn ich so neugierig fragen darf: woran machst du fest, dass es ein Stamo 4 ist? Die Informationen habe ich von dieser Internetseite http://www.sachs-stationaermotoren.de/s ... krieg.html Wirklich sehr informativ. Und unter der Rubrik "Vorkriegsmotoren" ähnelt der Stamo 12 meinem Motor exakt.

So, so. Warum hat er dann einen Handhebelvergaser, und wo ist das Zahnrad mit Fliehkraftkupplung? :roll:

Im Grunde hast du Recht, der Stamo 12 ist mit dem Stamo 2 und 4 "verwandt". Allerdings ging man bei der Typisierung so vor: Die Modelle unterscheiden sich durch ihre Anbauteile. Du kannst also aus einem Stamo 4 einen Stamo 12 machen. Ein Stamo 2 wird schwieriger, der hat einen Flanschanschluss, der Motor muss dafür zerlegt werden. Die größeren Motoren dagegen sind baugleich. Einfach ein Getriebe angebaut und aus einem Stamo 10 wird ein Stamo 11. Die Bezeichnung gilt hauptsächlich für Bestellungen, auf dem Typenschild wird der eigentliche Typ nicht vermerkt. Das machte F&S erst in den 60ern.

Gruß,
Bastian

Benutzeravatar
StamoChristian
Beiträge: 82
Registriert: Do 8. Sep 2016, 21:56
Meine Motoren: Sachs ST 400 mit Conrad-Generator
Sachs Stamo 4 von 1943
Sachs ST 50
Deutz MAH 916
Sachs Stamo 14
Deutz MA 608 (Vögele-Motor)
VEB Barkas EL150
Sachs Stamo 9
Farymann E
Deutz MAH 711

Re: Meine "Neu"-Anschaffung: Sachs Stamo 12

Beitragvon StamoChristian » Fr 17. Feb 2017, 22:46

Guten Abend an alle Motorenfreunde,
an Bastian: vielen Dank für die Information. Jedoch fehlt für einen Stamo 4 die Luftfahne (zumindest gehe ich davon aus, dass auf der Abbildung diese zu sehen ist) und der waagerechte Gashebel. Was wiederum für einen 4er spricht, ist die Flachriemenscheibe mit 1:2 Getriebe. Ja okay, da muss ich eingestehen, dass das Wort "exakt" nicht ganz richtig war. Wenn sich die Motorentypen anhand ihrer Anbauteile unterscheiden, kann ja dieser Motor mit seiner unbekannten Vergangenheit sowohl Stamo 4 als auch Stamo 12 gewesen sein. Ich kenne halt nur die Geschichte der letzten 40, vielleicht 45 Jahre. Die übrigen 30 Jahre könnte er ja als 12er Grasmähermotor gedient haben und wurde dann einmal umgebaut. Demnach könnte mein Motor ein Stamo 4 oder ein Stamo 12 sein. Schizophrene Motoren...das ich sowas noch erlebe :D (Eine Liste, welche Motornummer als welcher Motortyp bestellt wurde, gibt es nicht, oder?)

Nun denn, kommen wir heute zu einigen kleinen Problemen, die der Motor hat. Es sind nur kleine Sachen, die für einen so alten Motor verzeihlich sind. Die Ursachen zu kennen, beruhigt aber doch schon mal.
Das Überlauf-Problem habe ich bereits gestern angesprochen.

Wenn man den Motor starten, kann es vorkommen, dass er in die falsche Richtung zündet und einem dann den Starterhebel aus der Hand reißt. Liegt hier ein Problem mit der Zündung vor oder starte ich mit zu wenig Schwung, sodass er zündet, ich ihn aber in dem Moment nicht rechtzeitig über den obersten Totpunkt bekomme. Wenn er läuft, läuft er sauber, hat keine Zündaussetzer.

Manchmal kommt es vor, dass er relativ früh nach dem Starten (ca. 20 Sekunden) wieder ausgeht. Versuche ich ihn dann erneut anzuwerfen, passiert es manchmal, dass es zu einer Fehlzündung kommt und es laut aus dem Auspuff knallt. Der Motor läuft dann aber nicht, nur ein lauter Knall. Befindet sich im Auspuff nach dem Ausgehen ein Sprit-Luft-Gemisch, welches dann beim zweiten Anwerfen zündet? Während des Betriebs gibt es keine Fehlzündungen.

Der Motor nimmt zu Anfang nur sehr schwer das Gas an. Er hat einen ruhigen, schönen Leerlauf. Gibt man dann Gas, bekommt er kurzzeitig mehr Touren, fällt dann wieder drehzahlmäßig ab, tourt ganz kurz hoch, fällt ab etc. Lässt man den Gashebel einige Zeit in der Position, so packt der Motor es und dreht auf die eingestellte Drehzahl hoch und hält diese. Danach nimmt er das Gas sauber an, geht gut in den Leerlauf und nimmt aus diesem heraus das Gas auch wieder gut an. Muss der Motor einfach nur etwas länger im Standgas laufen und warm werden? Der Vergaser ist sauber und auch Sprit bekommt er genug.

Das sind eigentlich schon alle Auffälligkeiten. Womöglich habe ich sie mir bereits durch meine Vermutungen selber beantwortet, dennoch würde ich mich über Einschätzungen von Euch freuen.

Ich wünsche allen einen schönen Abend und einen guten Start ins Wochenende.

Viele Grüße
Christian

Benutzeravatar
bastian
Spezialist für Sachs Motoren
Beiträge: 409
Registriert: So 7. Feb 2010, 12:04
Meine Motoren: -
F&S Stamo 120 ccm liegend
F&S Stamo 4
F&S Stamo 21
F&S ST 50 2x
F&S ST 51
F&S ST 75 RM
F&S ST 76 RM
F&S ST 96 L
F&S ST 100 2x
F&S ST 126
F&S SB 77
F&S SB 93
F&S SB 130L
F&S SB 151
Kontaktdaten:

Re: Meine "Neu"-Anschaffung: Sachs Stamo 12

Beitragvon bastian » Sa 18. Feb 2017, 20:21

Hallo Christian,

was für eine Luftfahne?
Wie gesagt, umrüsten ist möglich, wobei der Stamo 4 ganz verschieden Aussehen kann, die des Stamo 12 dagegen genau definiert ist. Baust du was von dem um, ist es wieder ein 4er auch wenn er vorher ein 12er war. Vergaser ändern sich mit der Zeit, bzw. es gibt verschiedene Ausführungen. Ansonsten müsste es für jede Änderung kleine eine Namensänderung geben.
Die Liste gibt es bestimmt, sofern diese nicht dem Schredder zum Opfer gefallen ist. Nur zählt die zu den internen Unterlagen, also nicht frei zugänglich.

Zum Problem,
Er lief ja schon lange nicht mehr, muss sich ggf. einlaufen. Wobei knallen in den Auspuff auf zu fettes Gemisch hindeutet. Zu zögerliches starten begünstigt ein zurückschlagen, ansonsten hängt es an zu früher Zündung.
Möglich, dass was an den Kurbelwellenstopfbuchsen oder der Zündung. Sind die typischen Schwachstellen.
Das Loch im Vergaser ist normal, wenn es nur minimal zu sehen ist.

Gruß,
Bastian

Benutzeravatar
StamoChristian
Beiträge: 82
Registriert: Do 8. Sep 2016, 21:56
Meine Motoren: Sachs ST 400 mit Conrad-Generator
Sachs Stamo 4 von 1943
Sachs ST 50
Deutz MAH 916
Sachs Stamo 14
Deutz MA 608 (Vögele-Motor)
VEB Barkas EL150
Sachs Stamo 9
Farymann E
Deutz MAH 711

Re: Meine "Neu"-Anschaffung: Sachs Stamo 12/Stamo 4

Beitragvon StamoChristian » So 19. Feb 2017, 15:00

Hallo Bastian,
nochmal vielen Dank für die weiterführenden Informationen. Ja gut, dann ist mein Stamo wirklich ein 4er :D Ich hatte mich ja nur an den Abbildungen auf der Internetseite gehalten, jedoch ohne dieses Hintergrundwissen bezüglich der Bezeichnung der Motoren.

Das Gemisch habe ich in der Tat etwas fetter gemacht, als die angegebenen 1:20 :lol: Ich wollte dem Motor wieder eine gute erste Schmierung gönnen. Das Zurückschlagen wird dann wohl auf ein zögerliches Starten beruhen. Allerdings könnte es auch sein, dass es direkt an der Zündkerze liegt. Das ist ja auch die von vor 40 Jahren, vielleicht mal eine neue reinschrauben. Oder die jetzige nochmal richtig sauber machen und abbürsten. Ansonsten müsste man doch mal die Zündung begutachten.

Das Loch ist nur sehr klein, sieht aber gewollt aus. Wenn das normal ist, brauche ich mir da keine Sorgen mehr drum machen, das ist gut.

Ich wünsche ein schönes Restwochenende und viele Grüße
Christian

Benutzeravatar
bastian
Spezialist für Sachs Motoren
Beiträge: 409
Registriert: So 7. Feb 2010, 12:04
Meine Motoren: -
F&S Stamo 120 ccm liegend
F&S Stamo 4
F&S Stamo 21
F&S ST 50 2x
F&S ST 51
F&S ST 75 RM
F&S ST 76 RM
F&S ST 96 L
F&S ST 100 2x
F&S ST 126
F&S SB 77
F&S SB 93
F&S SB 130L
F&S SB 151
Kontaktdaten:

Re: Meine "Neu"-Anschaffung: Sachs Stamo 12

Beitragvon bastian » So 19. Feb 2017, 17:37

Hallo Christian,

damit bist du nicht der einzigste. Brauchst dir nur mal die Zubehörpalette der ST-Modelle ansehen, die konnten, je nach Jahr, unterschiedlich Ausgestattet werden. Da war es gut, die Typisierung nach Hubraum vorzunehmen, wobei die Grundtypen, etwa "Flansch"/ "Mit Getriebe"... beibehalten wurde. Das ist nachzulesen: http://www.sachs-stationaermotoren.de/d ... ie_motoren

Die Zündkerze zu wechseln ist immer eine gute Idee.
Eingefahren wird übrigens mit einer größeren Düse, fetteres Gemisch soll nichts bringen (laut BA!). Würde den mit 1:25 (oder knapp 1:25) fahren, die 1:20 gilt mehr für die damaligen Öle, wo 2-Takter noch am relativen Anfang standen. Das wurde im Laufe der Zeit auch geändert. Sonst hast du auch stärkere Ölkohlebildung.

Gruß,
Bastian


 


  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag