Transmission auf einem Anhänger montieren

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Quiesel
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Re: Transmission auf einem Anhänger montieren

Beitragvon Quiesel » Do 5. Jan 2017, 21:42

Hallo Dieter,
Das Rad mit der Kreuzspeiche (auf dem Bild mit den Riemen das oberste) hat einen größeren Durchmesser.
70,65&60cm sind die drei, die nebeneinander liegen.
Die "hohe" Drehzahl der Tansmissionswelle ist allein der Säge geschuldet, evtl ist mein Vorhaben nicht realisierbar?
Zumindest nicht mit der Transmissionswelle, sondern nur direkt ans entsprechende Gerät. Wäre schade, aber lebensmüde bin ich ja auch nicht.

Gern höre ich mir noch die Meinung von anderen an :)
Wie gesagt...null Erfahrung mit Flachriementrieb,Transmissionswelle etc.

Danke schonmal!

Gruß
Matze

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Re: Transmission auf einem Anhänger montieren

Beitragvon Quiesel » Do 5. Jan 2017, 22:06

Mit den Übersetzungen hast du natürlich recht, das ist beim tippen schief gelaufen.
So wie ichs anfangs geschrieben habe kommts mit den Drehzahlen nicht hin.
Hat jemand Erfahrung mit dem mindest Durchmesser einer Riemenscheibe bei Transmissionsantrieb?
Mögliche Überlegung:
Scheibe am Motor kleiner, das Rad auf der Welle zur Säge größer. Das große Rad ist leider defekt, gebrochen.
Ob das reparabel ist weiß ich nicht.
Aber wenn ich etwas Neues besorgen muss,dann ist es so :)
Mühle Motor Säge alles in Fahrtrichtung angeordnet ohne Transmissionswelle würde natürlich auch gehen.
Motor 150mm Scheibe ~1400 1/min zu Säge 150mm Scheibe oder Motor 150mm Scheibe 1400 1/min zu Mühle 300mm Scheibe 700 1/min
Die dabei verwendeten Scheiben wären alle Gussscheiben :)

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Re: Transmission auf einem Anhänger montieren

Beitragvon gft » Do 5. Jan 2017, 23:00

Hey Matze,
der Mindestdurchmesser einer Riemenscheibe ist nun wiederrum von der zu übertragenden Kraft in Verbindung mit dem Umschlingungswinkel abhängig, da mit kleinerem Durchmesser und flacherem Winkel die Auflagefläche für den Riemen stark abnimmt und bei Zugkrafterhöhung der Schlupf zunimmt, sofern die Riemenspannung konstant bleibt!
Bohh, wie Theoretisch,... :lol:

Im Klartext, unter die 150mm am Motor würde ich nicht gehen und diese Scheibe auch relativ stark ballig machen, so wie den Riemen sicherlich mindestens 6-8 cm breit gestalten wollen! Dies möglichst in min 5 mm starkem Leder, möglichst gekreutzt montiert und im Idealfall zur endlosigkeit geschäftet und geklebt, alternativ mittels Klammerhaken und Stift verbunden!

Wenn es möglich ist, wähle die Transmissionsdrehzahl so niedrig wie du kannst, sieht besser aus und ist besser für alle rotierenden Massen!
Das Bauchgefühl hätte gesagt, 250 U/min reichen auf so einem Anhänger und bei den Holzrädern mit nur 2 Speichen!

Ich finde eine Transmission hat immer was, drauf verzichten wenn du schon eine hast, dazu noch mit so schönen Lagerträgern, nur ungern!

Der Einwand mit einer Kupplung im Antrieb ist durchaus berechtigt, denn überleg mal zurückblickend auf die Rechnung von eben, du hast so einen Riemen zum Auflegen dann auf etwa 40-50 Km/h zu bechleunigen,...... schwierig! vernünftig spannen geht dann ooooch nicht, dann bekommst den im Lauf garnicht mehr drauf,.....

Wie gesagt, persönliches Bauchgefühl, gibt zwar Tabellen, aber in einer Flachriementransmission kommen sooo viele Faktoren in eine Berechnung, das kannst ohne "Erfahrungswerte" abhaken,.....

Bin gespannt, was die Anderen dazu meinen,...

Gruß,
Dieter

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Re: Transmission auf einem Anhänger montieren

Beitragvon Quiesel » Do 5. Jan 2017, 23:20

Hallo Dieter,
Auf solche Erfahrungswerte hoffe ich und eben dieses Bauchgefühl.
Starten bei aufgelegtem Riemen und ohne Kupplung hälst du auch für schwierig (wollte nicht unmöglich schreiben :))?
Um die 250 1/min der Transmissionswelle zu realisieren muss ich das große Rad richten oder mich um ein neues kümmern.

Warten wir mal ob noch mehr Erfahrungen/Ideen/Anregungen/Kritik preisgegeben werden.

Gruß
Matze

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Re: Transmission auf einem Anhänger montieren

Beitragvon Christoph » Do 5. Jan 2017, 23:58

Hallo,
da muss ich den vorrednern recht geben.
je geringer die wellendrehzahl desto besser.
auf die hohe drehzahl der säge solltest du dann eben wieder mit einer untersetztung kommen.
bei solch einer langen welle solltest du aufgrund der masse auf jeden fall eine kupplung mit fest und losrad verwenden.
bringst das teil sonst nicht in schwung :!:
überlegung wäre noch eine zweite,kurze transmission vor dem motor mit kupplung und dann weiter zur haupttransmission :idea:
an den riemenscheiben und lagern kanns ja nicht liegen,
kenne mind.2 transmisionen in meiner umgebung mit wellen,holz und gusscheiben, die günstig zu haben wären :o
gruss christoph

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Re: Transmission auf einem Anhänger montieren

Beitragvon gft » Fr 6. Jan 2017, 00:05

Wie heißt`s immer so schön in der Werbung: Nichts ist unmööööglich, T....... :D
Aber mit Säge und Mühle dran, schon ne Aufgabe!

Solltest im Betrieb auflegen wollen, ist das gekreutzt vom Handling nix, ein gekreutzter Riemen hält sich aber eigenstabiler auf den Scheiben!
Falls du den Riemen schieben müssen oder gar Handauflegen müssen oder wollen, so macht sich das sicherer wenn er seitlich "glatt" ist, also nix raus schaut oder irgendwas verletzen könnte! Überlappende Verbindungen ohne Schäftungen laufen unharmonisch aufgrund ihrer Radienänderung zur Mittensehne des Riemens! Dies bringt Unruhe in die Transmission, vor allem wenn die Scheibe recht weit weg ist von der Lagerung der Welle! (Wellenbiegemomente)
Mit der 700èr kam ich auf 312,5 U/min, immer noch reichlich, aber halt schon besser als 375! Wenn du zu kuppeln hast, brauchst auf der Transmission zwei gleich große Scheiben, eine gelagert und eine fest auf der Welle, so wie ne Doppeltbreite auf der Gegenseite, dazu ne Riemenschiebeeinrichtung in Form einer "Gabel" oder sowas, geht auch aus Holz,.... Alternativ gibt`s wohl auch Ziehkupplungen direkt am Schwungrad, aber schwierig zu finden auf dem freien Markt!
Wie gesagt, mag sein das ich relativ "konservativ" da ran gehe, aber um die Ohren fliegen is ooooch blöd! Aber dran bleiben, sieht sicher klasse aus, wenn`s schön auf alt gemacht ist!

Wir haben etliches an Transmissionen aller Art laufen, die großen, langen weiss ich, liegen so um 100 U/min! Alles in allem sind`s so um etwa 80 Riemen! Eine so in deiner geplanten Größenklasse müsst ich morgen mal von der Drehzahl rechnen aufgrund der Verhältnissmäßigkeiten, aber da ist alles Guss, also keine Referenz!
Diese hängt übrigens Antriebsseitig wechselseitig entweder an einem Elektromotor oder MAH 914 und treibt einen Generator und eine Osna D5000 an! Beides an der Transmission und dann den kalten Deutz ankurbeln, boahhh,...
Riemen runter, erst Deutz alleine, wenn warm anhalten, Riemen drauf und wieder starten, ja!
Im laufenden Betrieb Riemen auflegen, wenn beim Deutz die Drehzahl ganz runter geregelt wird und man gaaaanz viel Glück hat, ja, meist nach dem 4-6 Versuch, oder auch mal nix zu machen, je nach Feuchtegehalt der Luft!
Unser Riemen an der Stelle ist geschäftet und genäht mittels "Nähriemen", dazu so etwa 6 m lang, also genügend Eigendämpfung und keine "scharfen Kanten" dran! I

Gruß,
Dieter

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Re: Transmission auf einem Anhänger montieren

Beitragvon Quiesel » Fr 6. Jan 2017, 00:36

Hallo ihr zwei,
Das sind schonmal viele nützliche Informationen.
Starten mit Säge und Mühle habe ich nicht vor.
Hauptsächlich wird die Säge betrieben werden,die Mühle gabs quasi geschenkt.
Transmissionen günstig zu erwerben wüsste ich keine in meiner Nähe.
Die, die ich jetzt habe war günstig.
Abholen, Dankeschön und man hat eine :D
Ich die muss auch nicht unbedingt so lang bleiben, ein Stück werde ich sie leider eikürzen müssen. Das Anhänger Gestell ist nicht so lang wie die Welle :D
Die Drehzahl vom Motor ist ja im gewissen Rahmen regulierbar.
Um mit der Drehzahl der Welle deutlich weiter runter zu kommen, brauch ich zwei große Transmissionsräder >900mm oder ist mein Ansatz nicht der richtige? (Eins für Motor auf Welle 150 auf >900 und eins für Welle auf Säge >900 auf 150)
Mit einer Drehzahl von 250 an der Welle liege ich mit dem 700er für die Säge schon "nur noch" knapp bei 1200 1/min am Sägeblatt. Deswegen zwei größere.


@Christoph - gibts da zufällig solche großen Räder bei? Bin regelmäßig in Pforzheim, quasi ein Katzensprung in deine Region entfernt :)

So kompliziert habe ich mir das ganze nicht vorgestellt :lol:

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Re: Transmission auf einem Anhänger montieren

Beitragvon Christoph » Fr 6. Jan 2017, 10:30

Moin,
ich wüsste spontan eine welle mit einem grossen rad und zwei kleineren aus holz im nachbarort.transmission mit 2grossen und mind.3 kleineren aus guss,eine knappe stunde von mir entfernt.
allerdings immer komlette wellen zum abbau. und den durchmesser kann ich auswendig nicht sagen.
ob sie mehr als 700mm haben :?:
bei der welle mit den gussscheiben, müsste ich allerdings
den preis anfragen.
bei einer dritten welle müsste ich noch genaueres in erfahrung bringen.
gruss christoph

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Re: Transmission auf einem Anhänger montieren

Beitragvon gft » Sa 7. Jan 2017, 15:06

Hallo Matze,
von der eigenen Neugier getrieben hab ich in der Kälte doch mal ein wenig gemessen und dann (im warmen) nachgerechnet,...

Bei der beschriebenen wechselseitig angetriebenen Transmission ist beim Elektromotor (1450 U/min) 125mm Scheibe, zu Welle 400èr Scheibe macht das 450 Umdrehungen der Welle! Deutz 155 mm auf 400 mm Welle führt dazu, das der Deutz im günstigen 75% Leistungsbereich, sprich 1200 Umdrehungen laufen kann! Das geht auch, da Handgas angebaut ist! Allerdings sind im System nur ausschließlich 4 Speichen Gussräder angebaut!

Da die Deutzscheibe mit 155mm eine originale vom Hersteller ist und diese von daher bis zur Nenndrehzahl zugelassen ist, komme ich auf maximal 45 Km/h Umfangs- und somit Riemenlaufgeschwindigkeit! Diese 45 Km/h sind auch schon echt reichlich, mehr muss man nicht haben!!!!!!!

An einer anderen Transmission habe ich eine Holzscheibe mit ca 1,5m Durchmesser! Diese ist allerdings eine speichenlose einteilige Kreutzbretterscheibe mit Laufring und vor allem die Welle läuft mit um 100 Umdrehungen pro Minute! davon angetrieben ebenfalls eine Kreissäge via 200 mm Scheibe, macht ca 750 Umdrehungen, welche aber auf einem 900èr Blatt wirken!!!!! Die Riemenlaufgeschwindigkeit beträgt dort nachrechenbar bei etwa 28 Km/h, was schon nicht so langsam ist!

Deine Mühle wird noch die originale Riemenscheibe haben, was bei Nenndrehzahl ca 40 Km/h Riemengeschwindigkeit bedeutet!
Bei der Säge war diese sicherlich für einen kurzen Riemen mit Elektro-Antrieb und Riemenschutz vorgesehen, so dass bei einem guten endlosen Riemen das ok ist, aber bei einer hoch aufgehangen Transmission und langem alten Riemen schon eine echte Peitsche darstellt, wenn der mal den Geist aufgibt! Ich möcht da nicht in der Nähe stehen!

Damit bestätigt sich zumindest meine Anfangsvermutung, das das was du da vor hattest, reichlich fix läuft und gewisse Gefahren birgt!

Sorry, das ich so dazwischen gefunkt habe, aber vielleicht nen bissel den Taschenrechner quälen, bevor der Peitschenbau beginnt?
Ich finde jede Form von Transmission auch immer Klasse, je mehr je besser, aber auch je langsamen, desto sicherer!!!!
Nicht ganz ohne Grund hat die gute, alte Transmission einen Ruf, gefährlich zu sein!

Gruß,
Dieter

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Re: Transmission auf einem Anhänger montieren

Beitragvon Quiesel » Sa 7. Jan 2017, 19:26

Hallo Dieter, Danke fürs nachsehen und rechnen!
Die Säge wurde mit einem Elektromotor betrieben (150mm Scheibe mit 1450 1/min).
Das es nicht ungefährlich ist, ist mir bewusst.
Im Netz gibt es ein paar Videos bei denen ein Standmotor eine Kreissäge via Flachriemen antreibt.
Das ganze muss dann schon eine Art Schutz bekommen.
Möchte da weder rein greifen, noch verletzt werden.
Vorallem wenn das Gestell mit auf Ausstellungen soll bei denen unter Umständen mal "Show mahlen/sägen" angesagt ist, soll keiner zu schaden kommen :)
Erstmal werde ich mich um eine Riemenscheibe für den MAH611 bemühen, dann kommt das andere nach und nach.

Erfahrungswerte sind Gold wert!

Gruß
Matze


 


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